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NWZonline.de Ratgeber Reise

Wandern Auf Dem Jesus-Trail: Biblische Orte und freundliche Gastgeber

08.02.2020

Nazareth Schon am frühen Morgen fallen die Pilgerscharen mit Touristenbussen in Nazareth ein. Vor der Verkündigungskirche bilden sich Schlangen. Es herrscht Gedrängel. Ein Stoßgebet, ein Foto, weiter geht es.

Auf ein derart hektisches Sightseeing per Bustour haben Anette Jonczyk (56) und ihre Tochter Franziska (21) keine Lust. Sie wohnen in der Altstadt von Nazareth im „Fauzi Azar Inn“, einem 200 Jahre alten Herrenhaus aus osmanischer Zeit. Von dort aus wollen sie ihre Wanderung auf den Spuren des Herrn starten.

Der Jesus-Trail, eine 65 Kilometer lange Wanderstrecke von Nazareth zum Fischerdorf Kapernaum am See Genezareth, beginnt nicht zufällig vor dem „Fauzi Azar Inn“. Hotelbesitzer Maoz Inon war maßgeblich an der Entstehung des Pilgerwegs beteiligt. Die grobe Richtung war vom Evangelisten Matthäus vorgegeben: „Und er verließ Nazareth, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt.“ Maoz und ein Freund verbanden Wanderwege, historische Pfade und teils aus der Römerzeit stammende Pflastersteinwege, die auch Jesus auf seinem Weg zum See Genezareth genommen haben muss.

Die Zahl der Hotels auf dem Pilgerweg ist noch recht überschaubar – die der Müllberge beim Auszug aus Nazareth leider nicht. Doch je weiter sich Anette und ihre Tochter von der Stadt entfernen, desto sauberer wird es. Blumen, Olivenbäume und Kaktusfeigen säumen den Feldweg.

Der Pfad führt in die knapp zehn Kilometer entfernte Ruinenstadt des antiken Sepphoris. Historiker gehen davon aus, dass Joseph und Jesus dort als Zimmermänner arbeiteten. Durch Orangen- und Olivenplantagen wandern Anette und Franziska zum Ort mit dem wohl feuchtfröhlichsten aller Wunder weiter. In Kana verwandelte Jesus auf einer Hochzeit Wasser in Wein.

Von der Terrasse des „Cana Wedding Guest Houses“ winken den Pilgerinnen aus Hessen schon Suad Bellan und ihr Mann Sami. Sie servieren zur Begrüßung einen Minztee.

Die wenigsten Touristen blieben länger als zwei Stunden, sagt Suad. „Sie werden mit den Bussen zur Hochzeitskirche gefahren, trinken vielleicht noch einen Granatapfelsaft, und danach geht es direkt weiter. Davon hat unser Dorf nicht viel.“

Und die Touristen haben davon auch nichts, findet Anette: „Wer im Bus auf den Spuren von Jesus durch Galiläa fährt und nicht wandert, dürfte selten die Gelegenheit haben, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Nicht nur die Kirchen und biblischen Orte, auch die Menschen sind wichtig, um das Heilige Land zu verstehen.“

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