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Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 16 Minuten.

Brand In Ganderkesee
Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Ratgeber Reise

Urlaub im zerbrechlichen Paradies

06.07.2019

Malé Die Malediven sind berühmt für türkisfarbenes, glasklares Wasser, weiße Traumstrände und eine bunte Unterwasserwelt. Aber der Inselstaat bekommt auch die Auswirkungen des Klimawandels wie kaum ein anderes Land zu spüren.

Fast wie geklont wirken sie aus der Vogelperspektive beim Landeanflug, und irgendwie erinnern sie mich an Spiegelei auf Spinat, die kleinen runden Inseln der Malediven: innen die grüne Vegetation, drum herum weißer Korallensand und ganz außen das türkisfarbig bis himmelblau leuchtende Wasser und die schützenden Korallenriffe – eine Kinderstube für viele Meeresbewohner. Besonders beliebt ist die Inselkette im Indischen Ozean bei Ehepaaren auf Hochzeitsreise und bei Tauchern. Ich bin weder das eine noch das andere. Langeweile programmiert?

Ehrgeiziges Ziel

220 der 1192 Inseln werden von den 350 000 muslimischen Einheimischen bewohnt, wobei sich 143 000 Menschen auf der Hauptstadtinsel Malé drängen. Mit 6,8 Quadratkilometern ist sie eine der am dichtesten bevölkerten Städte Asiens und gerade mal so groß wie Sankt Goarshausen am Rhein.

Mehr als 140 Inseln sind nur für Touristen bestimmt. In den nächsten zwei Jahren sollen noch einmal etwa 20 Resorts dazu kommen, heißt es auf der Internetseite der Regierung. Außerdem gibt es inzwischen 500 Gästehäuser. Das Marketingbudget für Tourismusförderung wurde verdreifacht, um das ehrgeizige Ziel von 1,5 Millionen Touristenankünften im Jahr 2019 zu erreichen. Verwunderlich ist das nicht, wenn man bedenkt, dass der Tourismus der wichtigste und nahezu einzige bedeutende Wirtschaftsfaktor des Landes ist.

Am internationalen Flughafen der Hauptstadt Malé, der direkt neben dem Hafen liegt, herrscht reges Treiben. Boote und Wasserflugzeuge bringen Urlauber in alle Richtungen zu ihren Unterkünften an der 871 Kilometer langen Inselkette. Für mich geht es mit einer Propellermaschine von Manta Air weiter zum Inland-Flughafen der Dhaalu-Atoll-Hauptstadt Kudahuvadhoo, einer Insel mit 3000 Bewohnern. Dort gibt es eine 800 Jahre alte Moschee aus Korallensteinen, ein Krankenhaus mit zwölf Ärzten und eine Schule mit 780 Kindern, die bis zum Abitur auf Englisch unterrichtet werden.

Neugierige Delfine

Für die spanische Hotelkette RIU hat das Abenteuer Malediven 2015 mit dem Kauf der Privatinseln Kedhigandu und Maafushi im Dhaalu-Atoll begonnen. 2017 rückten die ersten Bagger an. Innerhalb von zwei Jahren hat die Hotelkette für 135 Millionen US-Dollar ein Resort mit insgesamt 440 Zimmern über dem Wasser errichtet. Die Kosten seien aufgrund der ökologischen, logistischen und technischen Herausforderungen dreimal so hoch wie für ein vergleichbares Projekt in Spanien, teilt das Unternehmen auf Nachfrage mit. Für die Zukunft rechne man mit einer durchschnittlichen Jahresauslastung der Destination von 90 Prozent.

Die 24-Stunden-All-Inclusiv-Hotels RIU Palace Maldivas (5 Sterne) und RIU Atoll (4 Sterne) sind durch einen 800 Meter langen Beton-Steg, an dem traumhafte Wasser-Bungalows liegen, verbunden. Villen, die sich im Gegensatz zu den meisten anderen Hotel-Anlagen nicht im Reetdach-Holz-Look an eine einheimische Architektur anbiedern, die es in der Realität so schon lange nicht mehr gibt. Puristisch im kubistischen Stil, so wie die ganze Anlage, wurden sie aus Beton gebaut und leuchtend weiß gestrichen.

Ein Kontrastprogramm dazu ist die Inneneinrichtung, bei der die Umgebung berücksichtigt wurde. In allen Restaurants, Zimmern und Suiten dominieren warme Sand- und Aquamarin-Töne in Verbindung mit Holz und Glas. In den Wasser-Villen hat man von der hölzernen Terrasse aus über eine Leiter direkten Zugang zum Meer.

Juan Blanco von Scuba Caribe nimmt uns mit zu einem Schnorchelausflug. Schon bald wird unser Schiff von einer Delfingruppe neugierig umkreist, kurz darauf schwimmt eine Wasserschildkröte an uns vorbei. Wegen der starken Strömung müssen wir zur Sicherheit Schwimmwesten anlegen.

Die bunte Unterwasserwelt ist nicht mehr so bunt, wie sie einst war. Die weltweite Korallenbleiche im Jahr 2016 hat auch die Malediven nicht verschont, aber immerhin ist das RIU-Hausriff noch intakt. Zurzeit sind es vor allem die Resorts, die sich um die Korallenriffe kümmern. Weil die Riffe das Kapital sind, das die Touristen lockt, haben einige Hotels bereits Korallen-Nachzuchtprojekte gestartet. Juan Blanco hat einen solchen Korallengarten in der Karibik bereits erfolgreich installiert. Bald will er ein ähnliches Projekt auch im Dhaalu-Atoll mithilfe eines Meeresbiologen auf den Weg bringen.

Müßiggang am Meer

Die Malediven sind vor allem Müßiggang: In unserem Resort kann man sich durch sechs Restaurants essen, in den Pool-Bars einen Drink genießen, in der Sportbar Billard spielen oder ganz entspannt auf der eigenen Terrasse mit Blick auf den Indischen Ozean die Minibar mit alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken plündern – alles inklusive. Auch das WLAN ist erfreulich zuverlässig. Wer sich einmal so richtig verwöhnen lassen möchte, bucht eine Massage im Wellness-Center.

Gegen Gebühr kann man in der Tauchschule Scuba Caribe einen Tauchkurs für Anfänger belegen, der in der Lagune – nicht wie sonst üblich im Pool – stattfindet. Erfahrene Taucher fahren mit dem Boot zum Korallenriff hinaus. Die meisten sportlichen Aktivitäten sind kostenlos: Der lange Beton-Steg wird frühmorgens und abends gern von Joggern genutzt, die zusammen mit den Stränden eine gute Lauffläche vorfinden. Im klimatisierten Fitness-Studio mit Blick auf weißen Sandstrand und Korallenriff herrscht immer Betrieb. Fitnesstrainer bieten Kurse mit Aero-Yoga und Paddel-Yoga unter Anleitung an. Außerdem besteht die Möglichkeit zum Stand-up-Paddeln, Kajakfahren und Schnorcheln. Der Nachwuchs wird derweil im „Kinderland“ betreut. Nur eins ist in diesem Malediven-Resort auf keinen Fall inklusive: Langeweile!

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