• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Reise

Malerische Dörfer und mächtige Vulkane

27.12.2014

Panajachel Der fast 1600 Meter hoch gelegene Atitlán-See in Guatemala ist eine der größten Attraktionen Lateinamerikas. Seit Jahrhunderten zieht er auch Menschen aus anderen Kontinenten an. Über tausend eingewanderte Ausländer leben dort, darunter einige Dutzend Deutsche. Das Mystische zieht auch Forscher an: Sie erkunden unter Wasser versunkene Dörfer und Pilgerstätten.

Tortilla und Spätzle

Das Miteinander zwischen Ureinwohnern und Gringos funktioniert meist. In der „Posada Jaibalito“ von Hans Schäfer aus Schwaben passen sogar Tortilla und Spätzle zusammen. Fast alle der zehn Mitarbeiterinnen – Mayas aus dem Dorf – können beides frisch zubereiten. Zwei Fischer teilen sich am langen Holztisch zwischen Kaffeestauden und Mangobäumen ein großes Bier.

Knapp die Hälfte der 15 Millionen Guatemaltecos sind Mayas. Die meisten haben ihre Jahrhunderte alten Traditionen bewahrt. Auch Maria Pecher trägt die vielfarbige, selbst genähte Kleidung. Sie zeigt die schlichten, sauberen Zimmer und den üppigen Garten. „Je schöner die Posada und unser Dorf Jaibalito, desto mehr Gäste kommen, und wir haben alle etwas mehr Geld in der Tasche“, sagt die 32-Jährige Maya.

Auf dem kurzen Weg zum Bootssteg schildert der 52-jährige Schäfer, warum er hier glücklich ist: „Die Herzlichkeit und Gelassenheit der Mayas, die Ruhe, die der See ausstrahlt, das Majestätische der Vulkane.“

Der Schwabe mit dem Rauschebart winkt, eine kleine Fähre steuert auf den Steg zu. Sie ist fast voll. Dicht an dicht sitzen Einheimische mit Körben voller Zitronen, Avocados und Tomaten, dazwischen ein Ehepaar aus den USA und zwei deutsche Studentinnen mit Rucksäcken. Heute ist Markttag in Panajachel. Von dort steuern die Fähren fast jedes Dorf am See an.

Zu den schönsten gehört San Juan La Laguna. Es litt wie andere in den vergangenen Jahren nicht selten unter verdrecktem Wasser, Unwettern und Überschwemmungen. Kinder sammeln Flaschen. Straßen und Gassen sind sauber, viele Wände mit naiven Malereien verziert. Schilder an einigen schmucken Häusern künden in Spanisch und Englisch von Frauen-, Fischer- und Selbsthilfe-Initiativen. Galerien, Webereien, Restaurants, Pensionen und Anbauer organischen Kaffees werben um Besucher.

Lebhaft geht es in San Pedro Laguna zu: Dort sind vor allem Rucksacktouristen und Langzeiturlauber anzutreffen. Zum lockeren Programm zählen Ausreiten, Faulenzen, Spanisch lernen in einer der kleinen, preiswerten Schulen, Sonnenbaden und Disco-Nächte unterm Sternenzelt.

Blauer Himmel

Spektakulär ist der Blick von einer der Villen, die an Hängen und Kliffs gebaut wurden. Clemens Luhmann aus Osnabrück genießt mit seiner Familie das Panorama von einer Terrasse am Berg. „Vom Hobbymaler wurde ich am Atitlán zum Künstler, verkaufe Bilder, habe zahlreiche Ausstellungen. Der See inspiriert mich. Wir sind hier glücklich“, sagt der Arzt. Er schaut auf seine Frau Jenny, die aus Nicaragua stammt, seine beiden Söhne, dann auf die mächtigen Vulkane auf der anderen Seite des 18 Kilometer langen Kratersees.

Dort grüßen Tolimán, San Pedro und Atitlán. Auch der Forscher Alexander von Humboldt, später der Revolutionär Che Guevara, Regisseur Werner Herzog und Schauspieler Klaus Kinski haben diesen Blick schon genossen. Der britische Schriftsteller Aldous Huxley schrieb vom „schönsten See der Welt“.

Auch nahe der Kolonialstadt Antigua ist ein Vulkan der Höhepunkt. Die Spitze des 3760 Meter hohen Volcán de Agua zeigt sich gerade ohne Wolken, der Himmel strahlt blau. Touristen zücken ihre Kameras. Der breite Santa Catalina Steinbogen über einer Gasse ist der perfekte Bilderrahmen.

„Ich bin immer tief bewegt, wenn ich durch die Gassen schlendere“, sagt Christa Methmann aus Flensburg. Sie ist Geschäftsfrau und lebt seit sieben Jahren in Antigua. „Es ist schön. Ich bleibe.“

Einreise/Anreise: Mit einem noch sechs Monate gültigen Reisepass ist ein Aufenthalt von 90 Tagen möglich. Flüge aus Deutschland nach Guatemala-Stadt gibt es meist nur mit Umsteigen.

Verkehr: Antigua, Panajachel, Chichi, Guatemala Stadt, Tikal und Puerto Barrios an der Karibikküste sind gut vernetzt mit Minibussen und klimatisierten Überlandbussen. Kleinbusse stoppen meist bei Reiseagenturen im Zentrum. Auch die Mayastätte Copán in Honduras und Orte in San Salvador werden zügig angefahren. Faustregel: Eine Stunde Bus – etwa 60 Kilometer – kosten 2,50 Euro.

Informationen: Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika, Bahnhofstraße 53, 61118 Bad Vilbel, Telefon   06101/98 77 12, E-Mail: info@lateinamerika.org
Botschaft von Guatemala, Außenhandels- und Tourismusbüro, Joachim-Karnatz-Allee 45-47, 10557 Berlin, Telefon  030/20 05 87 70


     www.visitguatemala.com 
Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

NWZ-Reisedeals ab 99,99 €
Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.