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NWZonline.de Ratgeber Reise

Menschen sieht man seltener als Zebras

28.05.2016

Windhoek Der Blick in den Rückspiegel schmerzt: Ein letztes Mal fällt der Blick auf das Meer aus riesigen Dünen. Die meisten Sandberge sind bis zu 200 Meter hoch. „Big Daddy“ überragt mit 350 Metern sogar den Eifelturm. Der Namib-Naukluft-Park in der Namib-Wüste ist einer der bizarrsten Orte Namibias.

Auf der Pirsch

Die Sanddünen erstrecken sich bis zum Horizont, leuchten von orange bis blutrot. Je älter der Sand, desto roter die Farbe. Unterbrochen wird das Farbenspiel im Sossusvlei-Gebiet immer wieder durch das Weiß der Salzpfannen mit ihren ausgedörrten Akazien. Man möchte und könnte dort Wochen verbringen. Doch Namibia hat zu viel zu bieten.

Im Süden locken das Diamantensperrgebiet mit der deutschen Kolonialstadt Lüderitz und der Fish River Canyon, der zweitgrößte Canyon der Welt, im Osten die Kalahari-Wüste mit ihrer Tierwelt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern Afrikas kann man in Namibia die Wildnis problemlos auf eigene Faust im Mietwagen erleben. Man befindet sich ständig auf der Pirsch, hält einfach an, wo es schön ist oder gerade eine Elefantenherde vorbeizieht.

Bei den meisten Mietwagen handelt es sich um allradgetriebene Pickups mit Dachzelt und Campingausrüstung, was das Reisen flexibel macht. Freies Campen ist in Namibia verboten und wegen der wilden Tiere auch nicht immer ungefährlich. Die Strecken sind lang, Tankstellen selten. Doch fast alle Reiseveranstalter haben gut organisierte Selbstfahrer-Routen im Programm. Dabei kann jeder nach Belieben Camping-Plätze mit Blick auf badende Elefanten und luxuriöse Safari-Lodges kombinieren. Namibia ist sicher, die In­frastruktur gut.

Tatsächlich ist selbst die Schotterpiste von Sossusvlei nach Walvis Bay im Norden hervorragend ausgebaut und kommt einem Safariausflug gleich. Am Straßenrand sind Straußherden und Oryxantilopen zu sehen. Besonders beeindruckend ist allerdings die grenzenlose Weite und Einsamkeit. Dörfer oder andere Autos sieht man seltener als Zebras und Warzenschweine.

In Walvis Bay endet die surreale Mond- und Wüstenlandschaft abrupt am blauen Atlantik. Die Lagune zählt die meisten Wasservögel im südlichen Afrika. Zigtausende Flamingos verwandeln den Atlantik in ein rosafarbenes Meer. Pelikane und Delfine begleiten Ausflugsboote auf dem Weg zu den großen Robbenkolonien.

Einen Adrenalinkick bekommt man im Dünen-Naturschutzgebiet Sandwich Harbour. Bis zu 80 Meter stürzen die Dünen dort senkrecht in den tosenden Atlantik. Wenige Kilometer nördlich muss man sich das Dünen-Abenteuer vor den Toren des Küstenstädtchens Swakopmund hingegen erkämpfen.

Deutsche Geschichte

In Skischuhen geht es bei sommerlichen 25 Grad die Düne hoch – 120 Meter. Jeder muss seine Skier selber tragen. Hendrik May geht voran. Der gebürtige Thüringer war in der ehemaligen DDR Wintersport-Profi, Nordische Kombination. Vor 17 Jahren wanderte er nach Namibia aus und bietet in Swakopmund eine der vielleicht exotischsten Ski-Abenteuer der Welt an – Dünen-Skifahren und Skilanglauf.

Nach dem Pistenspaß geht es zum Schwarzwälder-Kirschtorte-Essen ins „Café Treff“. Swakopmund ist die vielleicht deutscheste Stadt Namibias, das von 1884 bis 1915 deutsche Kolonie war. Die Straßen sind gesäumt von Fachwerkhäusern. Es gibt eine deutsche Tageszeitung, eine deutsche Buchhandlung, eine deutsche Bäckerei, deutsches Bier, Bratwurst.

Anreise: South African Airways fliegt via Johannesburg nach Windhoek. Air Namibia und Condor fliegen nonstop ab Frankfurt.

Einreise: Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen brauchen deutsche Touristen kein Visum. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Mietwagen: Verschiedene Autovermieter bieten am Flughafen von Windhoek Allradcamper mit Dachzelt und Campingausrüstung an. Touristen brauchen einen internationalen Führerschein und viel Zeit für die Fahrzeugübernahme. Sie sollten auf Karosserie-Schäden und Reifenzustand achten. Die Durchschnittspreise von Campern liegen bei 70 Euro pro Tag. Bei deutschen Veranstaltern ist der Camper als Paket mit Flug meistens günstiger.

Informationen: Namibia Tourism Board, Schillerstraße 42–44, 60313 Frankfurt Telefon   069/1337360


     www.namibia-tourism.com 
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