MONTE CARLO - Wer vom Fort Antoine an der Spitze der monegassischen Halbinsel über das Fürstentum blickt, dem offenbart sich ein schöner Panoramablick: Vor einem liegen der Herkuleshafen mit den größten Jachten der Welt, gegenüber an der Avenue J.-F. Kennedy das „Theâtre Princesse Grace“ und in Richtung Italien der Japanische Garten.
Auf dem 3,5 Kilometer langen Küstenstreifen erinnert fast jeder Ort an Grace Kelly – den Hollywood-Star, der 1956 per Trauschein zu Fürstin Gracia Patricia und damit zur Landesmutter des Ministaates wurde. Am 12. November 2009 wäre sie 80 Jahre geworden. Für Touristen, die aus diesem Anlass nach Monaco kommen, gibt es einen speziellen Parcours, der den Spuren der Fürstin folgt.
Die 25 Etappen des „Princesse Grace“-Rundwegs lassen den Besucher zugleich ein Monaco entdecken, das zum Teil weitab der touristischen Pfade liegt. „Die Besichtigung dauert einen halben oder einen ganzen Tag“, sagt David Malaval. Der 35-Jährige ist seit zehn Jahren Reiseführer und seit zwei Jahren ein ausgewiesener Grace-Kelly-Guide. Am Ende der Tour mit ihm haben manche Gäste sogar den Eindruck, persönlich die Märchenprinzessin gekannt zu haben, die sich aus Amerika Ahornsirup schicken ließ, um an Weihnachten traditionelle Cakes zu backen.
Die halbtägige Exkursion beginnt an der Place d’Armes. Auf diesem Platz unterhalb des Rochers, des Felsvorsprungs, auf dem die Altstadt mit Palast und Parlament liegt, befand sich einst der Bahnhof von Monaco. Von hier aus fuhr die Schauspielerin oft nach Nizza, dem Ausgangspunkt ihrer Reisen nach Paris und Amerika. Die junge Fürstin, die in ihrem bürgerlichen Leben in Alfred Hitchcocks Meisterwerk „Das Fenster zum Hof“ die Hauptrolle spielte, reiste für ihr Leben gern. Auf dem Foto, das auf dem Etappenschild abgebildet ist, erkennt man eine strahlende Mutter: Sie winkt bei der Abfahrt nach Paris am 4. Oktober 1959 der Menge zu, in ihren Armen den damals einjährigen Albert, der seit 2005 die Geschicke des Steuerparadieses leitet.
Damals hielt die Eisenbahn noch unterhalb der Kasinoterrassen. Heute fährt der Zug im futuristischen Terminal oberhalb der Kapelle Sainte Devote ab. Und aus der Place d’Armes ist ein Marktplatz geworden.
Von hier aus führt der Parcours in Richtung Kaistraße Antoine 1er und über den Küstenweg Chemin des pêcheurs zu den Ruinen der Festung Fort Antoine, die heute als Freilichttheater dient und von dort zum Hafen. Vom Fort Antoine aus geht es weiter zum Ozeanographischen Museum, das auf der steil aus dem Meer ragenden Spitze des Felsens Rocher liegt.
Informationen: Monaco Tourismus- und Kongressbüro, c/o Kaus Media Services, Luisenstraße 4, 30159 Hannover,
0511/899 89 00
