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NWZonline.de Ratgeber Reise

Russland: Drei Tage durch unendliche Weite

07.07.2018

Moskau /St. Petersburg Russland ist für deutsche Touristen nicht gerade das Urlaubsziel Nummer eins, doch es werden immer mehr, die das Land besuchen. An erster Stelle steht – bedingt durch die Lage am Wasser und die großen Kreuzfahrtschiffe – St. Petersburg, Russlands schönste und europäischste Metropole. Aber auch die Hauptstadt Moskau, die bereits im 12. Jahrhundert gegründet wurde, hat mit ihrer historischen Altstadt, dem Kreml, der Basilius Kathedrale, dem legendären Kaufhaus GUM, den zahlreichen Theatern und Galerien viel zu bieten.

Eine Flusskreuzfahrt mit der „MS Rossia“, die 2016 komplett renoviert wurde, führt über Wolga, Newa und scheinbar uferlose Seen durch die unendliche Weite Russlands. Drei Tage liegt unser schwimmendes Hotel im nördlichen Flusshafen von Moskau, fünf Gehminuten sind es bis zur Metrostation. Mit der U-Bahn geht es 80 Meter unter der Erde am schnellsten ins Zentrum. Die dunkelgrüne Linie 2 führt direkt zum Roten Platz, dem Herz der Hauptstadt. Die „unterirdischen Paläste“ an den Ringstationen wurden in den 1930er Jahren zu Stalins Zeiten aus Granit und Marmor gebaut und von Künstlern gestaltet.

Neu ist der Zaryadye Park, eine große Grünanlage mit gläserner Aussichtsplattform, die von Einheimischen auch „Selfiebrücke“ genannt wird. Von dort hat man einen guten Blick auf Moskaus Skyline mit historischem Zentrum, Stalins Zuckerbäckerbauten und die Glaspaläste von Moskau-City.

Am Abend des dritten Tages verlassen wir die Hauptstadt über den Moskwa-Kanal Richtung Uglitsch. Vor uns liegen 1805 Kilometer auf den Wasserwegen: Stauseen, Flüsse und Kanäle mit 17 Schleusen sind zu passieren, bis wir St. Petersburg erreichen werden.

Gemütlich startet die russische Wallachei am nächsten Morgen in den Tag, während wir beim Frühstück den Ausblick auf endlose Birkenwälder mit kleinen hölzernen Datschen (Wochenendhäuser) genießen. Rund drei Stunden vor Uglitsch erwartet uns ein seltsamer Anblick – der überflutete Glockenturm von Kaljasin, der noch ein Stück aus dem Wasser des Uglitscher Stausees herausragt.

Uglitsch ist eine Kleinstadt mit 40 000 Einwohnern, die, wie viele andere Städte auf unserer Route, einen Kreml (Festung) und sehenswerte Kirchen mit wertvollen Ikonen. Die bezaubernde rot-weiß verzierte Demetrios-Kirche mit fünf Kuppeln erinnert an die Ermordung des neunjährigen Sohnes von Zar Iwan dem Schrecklichen im 16. Jahrhundert.

Über den Rybinsker-Stausee, für den in den 1930er Jahren 700 Dörfer geflutet und 150 000 Bewohner umgesiedelt wurden, geht es nach Jaroslawl an der Wolga. Auf dem Stausee ist teilweise kein Land in Sicht. Es offenbart sich erstmals die unendliche Weite Russlands.

Guide Alexej versteht es, uns mit viel Humor die Geschichte der Stadt nahe zu bringen. Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. Auf der Rückfahrt erhebt sich an der Ausfahrt der Rybinsker Schleuse eine allegorische 24 Meter hohe Statue: „Mütterchen Wolga“.

Die Museumsinsel Kishi liegt im Onega See (18-mal größer als der Bodensee) inmitten der karelischen Schärenlandschaft. Der ganze Stolz der Insel ist das „Pogost“, ein zum Weltkulturerbe gehörendes Holzkirchen-Ensemble.

Am Ladoga See steht noch ein Abstecher ins Künstlerdorf Mandrogi auf dem Programm. Von dort aus sind es noch 287 Flusskilometer bis St. Petersburg, wo wir drei Tage Zeit haben, die Stadt zu erkunden. Dort treffe ich dann Anastasia von petersburg-hautnah, die mir ihre Stadt mit den goldenen Kuppeln, pompösen Palästen und verspielten Fassaden zu Fuß und vom Wasser aus zeigt.

Eine Bootsfahrt auf der Newa und ihren Kanälen ist ein besonderes Erlebnis.

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