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NWZonline.de Ratgeber Reise

Radwanderer auf der Spuren der reitenden Boten

14.07.2018

Münster /Osnabrück Bedächtig wiegt der Bauer seinen Kopf. „Den Weg der Friedensreiter wollt ihr fahren, bis nach Osnabrück?“, fragt er. Ungläubig scheint er zu staunen, was den Leuten so einfällt, die auf E-Bikes an seinem Gehöft vorbeirollen.

Die Radwanderer wollen in drei Tagen auf der 175 Kilometer langen Friedensroute von Münster nach Osnabrück und zurückfahren. Auf handtuchschmalen Sandpfaden, holprigen Waldwegen und über stille Landstraßen. Die flache Strecke führt durch die sanfte münsterländische Parklandschaft. Im hügeligen Tecklenburger und Osnabrücker Land bewältigen die Radler einige steile Anstiege.

Greven, Tecklenburg, Lienen, Bad Iburg, Bad Laer, Glandorf, Ostbevern und Telgte sind die Hauptorte entlang der Rundroute, die seit 1998 besteht. Der 350. Jahrestag des Westfälischen Friedens, der den Dreißigjährigen Krieg beendete, war die Initialzündung für das Projekt. „Sie folgt den Pfaden der reitenden Boten, die ab 1643 während der fünf Jahre dauernden Friedensverhandlungen mit Depeschen zwischen Münster und Osnabrück unterwegs waren“, erklärt Hans-Joachim Gerdemann, Fahrradexperte beim Tourismusverband Münsterland in Greven. Auch eine Route für Wanderer gibt es („X 1648“), 74 Kilometer von Münster nach Osnabrück.

Radtouristen wie Wanderer begeben sich zwischen beiden Städten auf eine Zeitreise in die europäische Geschichte. Wer die Tour in Münster beginnt, sieht während der „Stadtführung 1648“ im gotischen Rathaus den Friedenssaal. Dort wurde am 15. Mai 1648 der Teil-Frieden zwischen Spanien und den Niederlanden beschworen. Am 24. Oktober 1648 folgte der Westfälische Frieden, mit dem zum ersten Mal in Europa ein Krieg durch Verhandlungen beendet wurde.

Ein paar steile Anstiege haben die Radler im Tecklenburger und Osnabrücker Land zu überwinden. Dann fahren sie in die lebendige Altstadt und zum Rathaus von Osnabrück mit dem Friedenssaal. Geschichtsstunde mit Stadtführerin Inge Brinkmeyer: „156 Gesandte waren damals in der Stadt, insgesamt 1500 Gäste bei 10 000 Einwohnern.“ Viel abverlangt hätten die hohen Herrn Osnabrück damals. Drei Liter Wein oder Bier pro Tag und Person hatte die Stadt bereitzustellen.

Über Bad Iburg mit dem Schloss aus dem 11. Jahrhundert, Bad Laer mit einem der ältesten frühromanischen Wehrkirchentürme Nordwestdeutschlands und die Loburg in Ostbevern rollen die Radwanderer zurück nach Münster.

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