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NWZonline.de Ratgeber Reise

Stadt mit einem Hauch von Europa

08.06.2019

Nagasaki Abseits der typischen Touristenziele in Japan – beispielsweise Tokyo oder Kyoto – liegt ein geschichtsträchtiger Geheimtipp. Die Hafenstadt Nagasaki erlangte neben Hiroshima im Zweiten Weltkrieg traurige Berühmtheit. Am 9. August 1945 Uhr warf ein amerikanischer Flieger die Atombombe Fat Man über der Stadt ab. Gut 80 Prozent aller Häuser im Umkreis der Abwurfstelle wurden zerstört, damit wurde fast die Hälfte der Stadt dem Erdboden gleich gemacht.

Heute ist Nagasaki ein friedlicher Ort, eine Hafenstadt mit romantischem, internationalem Flair. Der Besucher trifft auf eine Vielfalt aus westlicher und japanischer Architektur, ratternde Straßenbahnen, karibische Palmen und schnatternde Händler, die jeglichen Schnickschnack an die Touristen bringen. Am Hafen legen oft russische Schulschiffe an – und durch die adretten Matrosen fühlt man sich ein wenig in die 60er Jahre zurückversetzt. Am Hafen setzen sich die Einheimischen im Übrigen gerne an lauen Spätsommerabenden zusammen, um mit Getränken und Snacks zu picknicken.

Doch mehr als 70 Jahre nach der Katastrophe wird in Nagasaki der Gedanke an den Zweiten Weltkrieg wachgehalten. Die Botschaft: So etwas darf nie wieder passieren. Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist daher das Atombombenmuseum und der angrenzende Friedenspark. Im Museum werden die dramatischen Ereignisse eindrucksvoll geschildert.

Nagasaki wird als „Mischung zwischen Ost und West“ beschrieben. Hier leben für Japan ungewöhnlich viele Christen (und das schon seit Jahrhunderten), es gibt einige Kirchen, und auch sonst ist der westliche Einfluss bemerkbar. Überall in der Stadt gibt es kasutera oder auch Castella zu kaufen, der Kuchen kommt ursprünglich aus Portugal. Schlendert man die gepflasterte Straße des Holländer Hügels hinauf, kommt man an der Oura Kirche vorbei. Es ist die vermutlich älteste Holzkirche Japans. Sie ist den 26 verfolgten Christen gewidmet, die 1597 in der Stadt hingerichtet wurden. Ebenso eindrucksvoll ist der Blick von dort auf die Stadt.

Gleich neben der Oura Kirche ist der Eingang zu Glover Garden, ein Freilicht-Museum und eines der schönsten Beispiele für westlichen Einfluss in der Stadt. Ein wahres Paradies – nicht nur für Pflanzenfreunde. Von der Terrasse aus hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt und den Hafen. Mehrere Rolltreppen führen den Hügel hinauf. Manchmal auch recht kurios tragen sie den Besucher zwischen Beeten, Blumen und Büschen empor. Neben der Pflanzenvielfalt können sich die Besucher in den restaurierten Gebäuden über die Geschichte von Glover Garden informieren. Dieser wurde im späten 19. Jahrhundert von Thomas Glover gebaut, einem schottischen Geschäftsmann. Glover war an der Gründung von Unternehmen beteiligt, die später die Grundlage für den Konzern Mitsubishi waren – und für die berühmte Brauereigesellschaft Kirin. Auf dem großen Gelände stehen mehrere westliche, opulente Kaufmannshäuser in denen die Familie Glover einst lebte. Heute ist das Glover-Haus das älteste westliche Holzhaus Japans.

Ein Besucht wert ist auch ein weiterer historischer Ort: 200 Jahre lang war die Insel Dejima für den Westen das Tor zu Japan. Auf der bekannten Insel kann man heute auf den Spuren der damaligen Bewohner wandeln. Das Gelände wurde 1636 künstlich vor den Toren der Stadt aufgeschüttet, um die Portugiesen zu separieren und ihre Missionierung zu kontrollieren. Später wurden die Portugiesen von den japanischen Herrschern vertrieben, und die Niederländer zogen ein. Heute ist Dejima keine Insel mehr, das Gelände liegt durch die äußere Entwicklung im Stadtkern. Geblieben beziehungsweise restauriert sind aber die historischen Strukturen. Wie die massiven Tore, eine lange Brücke über das Wasser oder Wohn- und Lagerhäuser.

Einen kurzen Fußweg entfernt liegt Nagasaki Shinchi Chinatown. Das Viertel soll eines der ältesten Chinatowns in Japan sein. Das beleuchtete Eingangstor ist besonders zu später Stunde ein tolles Fotomotiv, in den verschiedenen Restaurants gibt es leckere chinesische Küche. Darunter auch Champon und Sara Udon, besonders in Nagasaki bekannte Nudelgerichte.

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Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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