NEW YORK/AMSTERDAM - Die Geschichte New Yorks begann vor 400 Jahren: Damals landete das holländische Schiff „Halve Maen“ unter dem Kommando des von Amsterdam gestarteten Kapitäns Henry Hudson in Manhattan.

Das Jubiläum wollen beide Metropolen in den kommenden Monaten mit einer Serie von Partys, Paraden und Konzerten unter dem Motto „New York 400 – Holland am Hudson“ begehen. So lockt Amsterdam unter anderem mit New Yorker Jazz-Nächten. Während im „Big Apple“ Top-Hits der niederländischen Kultur zu erleben sind – darunter das „Dans Theater II“ und das Concertgebouw-Orchester.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 6. April – dem 400. Jahrestag des Aufbruchs der „Halve Maen“ mit dem Engländer Hudson als Beauftragtem der niederländischen Vereinigten Ostindischen Kompanie (VOC) im Jahr 1609. Vor der holländischen Insel Texel stach er zur großen Fahrt in See und wollte eigentlich einen neuen Weg nach Indien suchen. Als Höhepunkt ist eine Festwoche mit einer großen Hafenparty in New York vom 8. bis 13. September geplant. Am 11. September 1609 hatte Hudson begonnen, die Mündung des später nach ihm benannten Flusses hinaufzufahren. Dabei entdeckte er jene Insel, die damals von den Delaware-Indianern „Mannahata“ genannt wurde.

Von 1624 an wurden Manhattan und Umgebung von Holländern besiedelt. Im Auftrag der Niederlande kaufte der aus Wesel stammende Geschäftsmann Peter Minuit den Indianern die Insel für nur 60 Gulden ab. 40 Jahre danach fiel die Kolonie Nieuw Nederland an die Engländer – samt ihrer „Metropole“ Nieuw Amsterdam, die fortan New York hieß.

Die Verbundenheit beider Städte zeigt künftig im New Yorker Battery Park ein Geschenk Amsterdams – ein ständiger Ausstellungs-Pavillon, den der niederländische Architekt Ben van Berkel entworfen hat. Das Jubiläumsjahr soll viele Touristen anziehen. In New York können sie unter anderem in Brooklyn – früher Breukelen – sowie in Harlem, benannt nach der holländischen Stadt Haarlem, und nicht zuletzt auf dem Breede Weg – heute der Broadway – auf holländischen Spuren wandeln.