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NWZonline.de Ratgeber Reise

In Der Augsburger Puppenkiste: Nostalgie-Besuch bei Bill Bo und den Puppenspielern

05.11.2016

Augsburg Wenn man im Jahr 1970 im Kindergarten mehrere Monate ausschließlich den Räuberhauptmann Bill Bo gemalt hat, dann ist es etwas Besonderes, ihn im 50. Lebensjahr endlich leibhaftig vor sich zu sehen. Da hängt er in einer Vitrine im Museum der Augsburger Puppenkiste. „Bomben, Granaten, Element, Potzblitz, Donnerwetter Sapperment nochmal“ - niemand konnte so schön fluchen wie Bill Bo.

Im Grunde sieht er noch so aus wie damals, nur mit dem Unterschied, dass er Farbe hat, während ihn die Fans der ersten Stunde vielfach noch in Schwarzweiß erlebt haben. Buntfernsehen war Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre noch keine Selbstverständlichkeit.

Rührend, dass auch an ihm der Zahn der Zeit nicht spurlos vorübergegangen ist. Der Lack ist ab: Auf der klobigen Nase bröckelt unverkennbar die Farbe. Aber das ist es nicht, was ihn fremd wirken lässt. Es ist seine Unbeweglichkeit: Keine gestikulierenden Armbewegungen, kein Kopfwackeln. Der Mund ist starr geöffnet, so dass man die schief stehenden Räuberzähne sieht, der Blick etwas scheel.

Haben sich früher nicht die unterschiedlichsten Gefühle darin gespiegelt? „Nur in Ihrer Fantasie“, erklärt Theaterleiter Klaus Marschall (55), Enkel des Puppenkisten-Gründers Walter Oehmichen (1901-1977). Kopf, Arme und Beine lassen sich bewegen, aber nicht das Gesicht. „Wir wedeln doch bloß mit einem Stück Holz herum und sagen dabei: „Der lacht jetzt, der weint jetzt, der ist jetzt nachdenklich““, sagt Marschall. „Wir geben nur einen Steigbügel für die Fantasie, alles andere muss der Zuschauer selbst ausfüllen.“

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