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NWZonline.de Ratgeber Reise

Mit Haustieren Reisen: Wie Bello und Mieze auf Reisen gehen

04.07.2020

Oldenburg /Wilhelmshaven Wenn Insa Wiese an den nächsten Urlaub denkt, dann muss sie doppelt planen. Für sich und für ihren neunjährigen Welsh Terrier Justus. Die schönsten Tage im Jahr ohne ihren Vierbeiner zu verbringen, würde der Dozentin aus Oldenburg im Traum nicht einfallen. So wie der 57-Jährigen geht es den meisten Haustierbesitzern.

Britta und Detlef Tjarden aus Wilhelmshaven reisen seit vielen Jahren mit ihren Katzen durch Europa und Afrika. Zuerst mit zwei, im Flieger nach Teneriffa, später im eigenen Wohnmobil. „Am Anfang wussten wir nicht, ob wir das mit unseren Katzen machen können. Katzen reisen ja eigentlich nicht gern. Wir haben dann mal das Wohnmobil offen gelassen, um zu sehen, was passiert. Es hat nicht lange gedauert, da haben sie es sich im Alkoven gemütlich gemacht. Nach der Probefahrt wussten wir, dass es geht“, sagt Detlef Tjarden. Das war vor zehn Jahren. Inzwischen ist das Paar auch schon ein paar Mal in Marokko gewesen. Der schwarze Kater Bubi hat alle anderen überlebt und vor Kurzem seinen 20. Geburtstag gefeiert. Reisen scheint ihn fit zu halten.

Wer seine Fellnase mitnehmen will, tut gut daran, einige Dinge im Blick zu behalten. Wanderurlaub in den Bergen oder Strandurlaub am Meer, was passt sowohl zum Menschen als auch zum Tier? Für beides gilt, dass es hier wie dort nicht zu heiß sein sollte, denn viele Tiere vertragen Hitze nicht. Am Meer kommt es zu den meisten Hitzschlägen; der Wind kühlt den Menschen, nicht aber den Hund.

Mit dem Ziel müssen die Einreisebestimmungen geklärt werden. Mindestanforderung in der EU sind eine gültige Tollwutimpfung und ein Mikrochip. Großbritannien, Irland und Finnland haben strenge Regeln, was die Parasiten-Behandlung betrifft. Die jeweiligen Botschaften und Tourismusseiten sorgen hier für Sicherheit.

Ob weitere Impfungen, wie die gegen Mittelmeerkrankheit, sinnvoll sind lässt sich am besten mit dem Tierarzt klären. „Für mich ist auch noch wichtig, dass ich die Unterlagen meiner Hundehaftpflicht dabei habe. Es kann ja immer mal sein, dass Justus unterwegs etwas kaputt macht“, sagt Insa Wiese. Auch der europäische Haustierausweis darf im Reisegepäck nicht fehlen. Der ist wichtig, wenn Hund oder Katze krank werden und zum Tierarzt müssen.

Die Art der Anreise ist für den Menschen nicht so entscheidend, für unsere Haustiere aber sehr wohl. Flug, Bahn, Schiff oder Auto, wo ist die Fellnase am besten aufgehoben? Viele Fluggesellschaften nehmen keine Hunde mit. Lufthansa und einige andere hingegen schon, billig ist es jedoch nicht. Sind Katze oder Hund zu schwer, fliegen sie in einer speziellen Flugbox im Frachtraum. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Einreise ins Zielland erlaubt ist. Der Ferienflieger Tuifly befördert pro Jahr etwa 10 000 Katzen und Hunde in den Urlaub.

Prinzipiell kann man seinen Vierbeiner auch auf ein Schiff mitnehmen. Hundekreuzfahrten sind der neueste Trend. Hunde sollen angeblich genauso verwöhnt werden wie ihre Besitzer, verspricht die Werbung. Hurtigruten Reisen bringen ihre Passagiere samt Vierbeiner in sogenannten Haustierkabinen unter. Der Hund darf die Kabine allerdings während der gesamten Reise nicht verlassen. Und ganz nebenbei: Wissen Sie, ob Ihre Fellnase überhaupt seetüchtig ist? „Viele wissen das nicht, aber Hunde können Höhenangst bekommen und seekrank werden. Das passiert gar nicht mal so selten. Und sie leiden dann sehr schlimm. So etwas macht also meistens keinen Sinn, zumal Landgänge nur dann auch wirklich gut sind, wenn sie regelmäßig stattfinden“, sagt Bella Singer. Seit 20 Jahren bildet sie in ihrer Hundeschule in Oldenburg aus und schult Hundebesitzer von A bis Z.

Wenn es mit der Bahn in den Urlaub geht sind zumindest Katzenbesitzer fein raus, denn ihre Katze wird kostenlos chauffiert. Ein Hund kostet 50 Prozent des Ticketpreises und muss die ganze Zeit Maulkorb und Leine tragen.

Bleiben Auto, Wohnmobil und Caravan. Hier sind Vierbeiner halbwegs komfortabel untergebracht. Das Hundebett erinnert an zu Hause, viele Gassipausen im Grünen machen die Fahrt zum Abenteuer. Dazu rät auch Bella Singer. „Dauer und Zeiten müssen für den Hund passen. Wenn jemand acht Stunden an einem Stück durchfährt, ist das purer Stress für den Hund“, sagt die 65-Jährige. Singer warnt auch davor, zu viel zu erwarten. So wie wir uns selbst auch erst einmal akklimatisieren müssen, so muss auch unser Haustier erst seinen Platz in der neuen Umgebung finden.

Am Urlaubsort sind Hunde nicht überall willkommen. In Spanien dürfen sie nicht in Restaurants, Geschäfte und in die meisten öffentlichen Verkehrsmittel. Viele Hotels schätzen es nicht besonders, wenn sich der Vierbeiner im Speisesaal blicken lässt und mancherorts darf er auch nicht allein auf dem Zimmer bleiben. Eine gute Wahl ist ein Ferienhaus, in dem Tiere gestattet sind. Am besten mit eingezäuntem Garten. „Das ist es auch, was ich mir für Justus und mich vorstelle. Schließlich soll er auch Spaß haben“, meint Insa Wiese und ist den Ferien mit ihrem Hund ein ganzes Stück näher.


  www.bmel.de/de/themen/tiere/haus-und-zootiere/heimtierausweis.html 
  www.hundeschule-bella-singer.de 
  www.peta.de/mit-haustieren-auf-reisen 
     www.tasso.net/newsletter/newsletterausgaben-lesen/2015/neue-gesetze-reisen-und-tollwutimpfung 

NWZ-Leserreisen
Traumhafte Urlaubsreisen - bestens organisiert und betreut mit deutscher Reisebegleitung ab Oldenburg.

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