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NWZonline.de Ratgeber Reise

Deutschland: Reise durch Bergbauvergangenheit an der Saar

22.08.2015

Landsweiler-Reden Itzenplitz, Heinitz oder Göttelborn, so heißen die alten Kohlegruben. Der Brennstoff, dessen Zeitalter zu Ende zu gehen scheint, wird dort nicht mehr abgebaut. Dafür bekommen Touristen einen Einblick in die Geschichte des Bergbaus. Von der Spitze der Halde Landsweiler-Reden fällt der Blick über den Saarkohlenwald, das schwarze Herz der saarländischen Montanregion nördlich von Saarbrücken.

„Ohne Kohle und Stahl hätt’s das Saarland nicht gegebt“, sagt Gästeführer Stefan Forster. Das Bundesland ist aus Begehrlichkeiten von Deutschen und Franzosen entstanden, die Rohstoffe für ihre Industrien brauchten. Nach dem Ersten Weltkrieg verwalteten die Franzosen das Saargebiet als Völkerbundmandat, vor 80 Jahren ging es zurück ans Deutsche Reich, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es erst ein fast autonomer Staat und 1957 dann Teil der Bundesrepublik.

Der 48-jährige frühere Bergmann Forster hat eine neue Aufgabe gefunden: Touristen das Erbe der Industrie nahebringen. Landschaft und Menschen an der Saar sind geprägt von 250 Jahren Steinkohlebergbau. Aus rund 30 Gruben wurde im Laufe der Jahrzehnte Kohle gefördert. Vor drei Jahren war endgültig Schicht im Schacht.

Für die virtuelle „Straße des Bergbaus“, die noch im Laufe des Jahres fertig sein soll, werden rund zwei Dutzend Orte aufgelistet – vom Museum Bexbach im Osten, über das Musée Les Mineurs im südlich angrenzenden lothringischen Wendel bis hin zur Halde Ensdorf im Westen. Die frühere Grube Landsweiler-Reden im Norden wurde bereits vor ein paar Jahren als zentraler „Erlebnisort“ auserkoren. Am Fuß der Halde liegt das ehemalige Betriebsgelände. In der früheren Waschkaue gibt die Ausstellung „Das Erbe“ noch bis Jahresende einen Einblick in die vielen Facetten bergmännischen Lebens.

Neun Kilometer weiter östlich liegt der „Zukunftsort“ Göttelborn. Dort wurden im Schatten des „Weißen Riesens“ – eines 90 Meter hohen Förderturms – eine Fachhochschule und Gewerbebetriebe angesiedelt. Über Göttelborn führt ein Rundwanderweg, über den Besucher auf zwei Routen durch den Saarkohlenwald bis nach Saarbrücken gelangen.

Ein Rundgang durch die denkmalgeschützte Siedlung Maybach zeichnet ein Bild von den Hierarchien bei den Bergleuten: größere Doppelhäuser mit Gauben für die preußischen oder französischen Beamten, kleinere Häuser für Steiger und Hauer. Alle haben einen Garten, in dem Gemüse gezogen oder Hühner und Ziegen gehalten wurden – die „Bergmannskühe“.


Mehr Infos unter   www.tourismus.saarland.de 

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