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NWZonline.de Ratgeber Reise

Ritter „Cid“ weist Touristen den Weg

28.07.2007

VIVAR DEL CID Spanien feiert in diesem Jahr die Entstehung des Heldenepos „El Cantar del Mío Cid“ vor 800 Jahren. Für Urlauber bietet das einen Grund, auf den Spuren des Ritters „El Cid“ zu reisen – und ein oft unbekanntes Spanien zu erkunden.

Acht spanische Provinzen feiern noch bis zum Ende des Jahres mit Konzerten, Ritterspielen und Ausstellungen ihren „Cid“, den Ritter Rodrigo Díaz de Vivar (1043–1099). Dazu hat das „Consorcio del Cid“ – eine Vereinigung, in der die Regionen Burgos, Guadalajara, Soria, Saragossa, Teruel, Castellón, Valencia und Alicante versammelt sind – eine rund 2000 Kilometer lange Reiseroute erarbeitet – den „Camino del Cid“.

„Alles fing hier in Vivar del Cid, dem Geburtsort des Ritters, an“, erzählt der Wirt Javier Alonso. Der Name „El Cid“ stamme vom arabischen „as-sayyid“ und bedeute so viel wie „der Herr“. Nur wenige Meter von Alonsos Restaurant entfernt liegt das Kloster des Klarissen-Ordens, in dem 1596 die einzige Kopie des Epos’ gefunden wurde.

1081 wurde der „Cid“ von Kastiliens König Alfons VI. verbannt. Vorausgegangen waren mehrere Streitereien. Seine erste Nacht auf dem Weg ins Exil verbrachte er in Burgos, wo er und seine Gemahlin Jimena heute in der Kathedrale begraben liegen. Bevor der „Cid“ sich als eine Art Raubritter weiter in Richtung Saragossa begab, machte er auch in Santo Domingo de Silos Rast. Hier befindet sich eines der schönsten und wichtigsten Klöster Spaniens. Fünfmal täglich finden sich die Mönche in der Klosterkirche zu ihren Gesängen zusammen.

Der Weg in die Verbannung führte den „Cid“ außerdem zu Festungen wie denen in Burgo de Osma und Gormaz. Besucher sollten sich die mittelalterlichen Anlagen und Dörfer nicht entgehen lassen. Die Burgen sind trotz ihrer enormen Dimensionen und den weiten Ausblicken auf die Landschaft nicht von Touristen überrannt.

Ab Atienza führt die Reiseroute in die ehemals muslimischen Gebiete. Langsam geht dabei die hügelige Landschaft Kastiliens in die raue Bergwelt Aragóns und die Bergausläufer Teruels über – Regionen in Spanien, die nur selten von ausländischen Touristen besucht werden. Halb verlassene Steindörfer, in denen es nach Feuerholz riecht, säumen die wilde Gebirgslandschaft mit dichten Pinienwäldern. Versteckte Bergdörfer wie Albarracín, Rubielos de Mora oder Mirambel bezaubern mit ihrer Lage und den mittelalterlichen Gassen.

Nach schweren Niederlagen der Kastilier gegen die Mauren kam es ab 1086 zur Wiederannäherung zwischen dem „Cid“ und König Alfons VI. Nach und nach übernahm der Ritter die Schutzherrschaft über das mit Kastilien verbündete Fürstentum Valencia. Dort herrschte er bis zu seinem Tod am 10. Juli 1099 als oberster Richter.

Wer sich abseits der Touristenhochburgen Valencia und Alicante auf die Spuren des „Cid“ begibt, wird mit dem Besuch von Burgen wie Sax und Villena belohnt, die schon vor dem Jahr 1100 verwunschen zwischen Apfelsinen- und Weinplantagen emporragten. Oder er entdeckt nach der Fahrt durch schöne Schluchten mittelalterliche Dörfer wie Bocairent.

Ob der „Cid“ hier durch die Altstadt und über die verträumten Steinbrücken gezogen ist, weiß man allerdings nicht.

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