• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Reise

Spaziergang auf dem Baumkronenpfad

30.05.2009

CRAULA Sonntag morgens um 6.00 Uhr – es ist kalt und noch nicht richtig hell. Am Mühlstein im thüringischen Örtchen Craula lassen ein paar junge Leute die Partynacht ausklingen. Ein Pick-Up-Geländewagen fährt heran, stoppt, und ein Mann mittleren Alters steigt aus. Das Emblem auf seiner Strickjacke weist ihn als Ranger aus. Mit Helge Graßhoff geht es in den Hainich Nationalpark.

Wildbeobachtung

Der Hainich ist ein bewaldeter Höhenrücken im Nordwesten Thüringens. Mit einer Gesamtfläche von etwa 16 000 Hektar ist er das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Erst einmal geht es zum Craulaer Kreuz, Start und Endpunkt des gleichnamigen Wanderwegs.

Normalerweise ist hier für Autos Schluss. Ranger Graßhoff hat jedoch einen Schlüssel für die Schranke, die Unbefugten mit Fahrzeug den Zugang verwehrt. Hinter der Barriere ruckelt der Wagen durch das unwegsame Gelände. Plötzlich steht ein Reh im Scheinwerferlicht, das aber so schnell verschwindet, wie es aufgetaucht ist.

Auf einer Lichtung werden der Wagen geparkt, dicke Jacken angezogen und die Rucksäcke geschultert. Mit der Taschenlampe geht es zu Fuß weiter. Es sind nur ein paar Minuten bis zur Aussichtsplattform. Langsam setzt die Dämmerung ein.

Noch behindert Bodennebel den klaren Blick auf die Lichtung, eine Schneise auf dem ehemaligen Schießplatz, der nun mehr und mehr zum Urwald wird. Hier darf die Natur wieder Natur sein: Auf einer Fläche von rund 5000 Hektar steht im Nationalpark nutzungsfreie Laubwaldfläche. Oft sei von hier aus Wild zu beobachten, erzählt Graßhoff. Nun geht es auf eine Wanderung durch den Hainich. Hier auf dem Gelände des ehemaligen Schießplatzes ist der Baumbestand oft noch jung – die Äste und Zweige hängen tief in die Schleichwege hinein.

Typisch für den Hainich sind viele kleine Schluchten. Hier und da liegen vom letzten großen Sturm gefällte Bäume am Boden. Rund 50 verschiedene Baumarten gibt es: Dazu zählen Rotbuche, Eiche, Esche, Lerche und die seltene Elsbeere.

Dann ist ein kräftiges Knacken zu hören. Doch im Gehölz ist nur noch ein großer fliehender Schatten ausfindig zu machen – ein Hirsch gibt Fersengeld.

Graßhoff weist auf einen Baum hin – auf dem Boden davor liegen faulende Holzstücke. „Da oben in dem Loch hat sehr wahrscheinlich ein Waschbär gehaust.“ Auch die gibt es im Hainich also. Ebenso wie Waldfledermäuse oder viele Spechtarten vom Bunt- bis zum Grünspecht.

Aufstieg

Wer den Wald in einer Höhe erleben möchte, in der sonst nur Vögel oder Insekten unterwegs sind, erklimmt den an der Thiemsburg gelegenen Baumkronenpfad: Er führt den Besucher in luftiger Höhe auf einer Länge von 308 Metern durch den Lebensraum Wald. Gefährlich ist das Ganze nicht – der Pfad ist breit und mit Geländern gut gesichert. Auch muss der Besucher kein Klettermaxe sein: Hoch geht es per Fahrstuhl.

Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

NWZ-Reisedeals ab 99,99 €
Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.