• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Reise

Deutschland: Wo sich Biber und Seeadler garantiert blicken lassen

12.05.2018

Stolpe Gleich wird es zu dunkel sein. Wie lassen sich jetzt noch Biber aufspüren? „Keine Bange“, sagt Carsten Enke. „Die Dämmerung ist die beste Zeit.“ Seit 17 Jahren arbeitet der 51-Jährige als Naturführer und zeigt Besuchern seine Heimat – vom Wasser aus. Es ist die schönste Art, den Naturpark Flusslandschaft Peenetal zu entdecken. Er ist eines der größten zusammenhängenden Niedermoorgebiete Mitteleuropas. Auf mehrtägigen Touren geht es vom Kummerower See in der Mecklenburgischen Schweiz zur Mündung in den Peenestrom östlich von Anklam. Oder Besucher gehen auf eine abendliche Bibersafari im Kanu.

Rund 1000 Biber leben entlang des unbegradigten Flusses. Eben haben die Boote eine knapp 30 Zentimeter breite Schneise durchs Schilf passiert – ein Biberpfad. „Nur Geduld“, sagt Enke. Und tatsächlich: Ein runder Kopf mit kleinen Ohren und dunklen Kulleraugen bewegt sich dicht am Schilf durch das Wasser – und ein paar Meter dahinter ein zweiter. Fast fünf Minuten lang lassen sich die Tiere begleiten.

„Biber habt ihr jetzt gesehen“, sagt Enke. „Aber haltet auch tagsüber die Augen auf, nach Fischottern und anderen Flussbewohnern.“ Denn bei Sonnenschein sind Tiere viel leichter zu entdecken. Auch von Urlaubern aus der Stadt, wie sich am nächsten Tag zeigt.

Im zuckelnden Solarboot – ein von Sonnenkollektoren angetriebenes Gefährt – geht es den Fluss entlang. Fischreiher und Eisvögel lauern im Schilf auf Beute. Zwischen Seerosen duckt sich ein Kormoran. In Menzlin legt das Boot an. Rainer Vanauer sagt, er sei Wikinger – und sieht auch so aus. Denn wenn der vollbärtige Hobbyarchäologe Gäste durch das „Alte Lager“ führt, trägt er ein langes Leinenhemd mit Messer am Gürtel. So wie das Volk, das dort von Anfang des 8. bis 10. Jahrhunderts gesiedelt hat: die Wikinger.

„Rund 300 Menschen haben hier damals gelebt“, sagt Vanauer und zeigt auf eine Ansammlung von Steinen, die ellipsenförmig zusammengelegt wurden. Eines von mehr als 30 skandinavischen Frauengräbern, die Archäologen freigelegt haben. „Die Steine sollen die Form eines Schiffes nachahmen“, erklärt Vanauer. „Ein Schiff, auf dem die Toten die Reise ins Jenseits antreten konnten.“

Übers Wasser führt der Weg auch an diesem Tag weiter nach Anklam, wo die Backsteintürme der mittelalterlichen Kirchen St. Marien und St. Nikolai in den Himmel ragen. Seeadler aufzuspüren, ist eine Spezialität von Günther Hoffmann, einem Naturführer mit geschultem Blick. Er führt Besucher durch das Anklamer Stadtbruch, Deutschlands größten Moorwald, der im Mündungsgebiet der Peene liegt. „Wer hier spazieren geht, hat fast schon Seeadlergarantie“, sagt er.

NWZ-Leserreisen
Traumhafte Urlaubsreisen - bestens organisiert und betreut mit deutscher Reisebegleitung ab Oldenburg.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.