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NWZonline.de Ratgeber Reise

Breitachklamm: Rauschendes Naturschauspiel im Allgäu

09.05.2020

Tiefenbach Mächtige Felszacken ragen in den Himmel und das Rauschen gewaltiger Wassermengen beherrscht die Szene. Die Natur hat hier im Süden Deutschlands ihre Muskeln spielen lassen. Das Ergebnis ist ein faszinierendes Naturschauspiel, das Wanderer auf schmalen Stegen in der malerischen Breitachklamm unterhalb der ehemaligen Grenzstation Walserschanz erleben können. Als tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas ist die Breitachklamm ein imposantes Naturdenkmal, das alle in seinen Bann zieht. Die Klamm ist zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter einen Besuch wert – auch bei Regen, denn je mehr Wasser sich durch die enge Schlucht zwängt, desto faszinierender der Anblick.

Die Breitachklamm nahe Tiefenbach (bei Oberstdorf) am Ausgang des Kleinwalsertals wurde 1905 auf Anregung des Pfarrers Johannes Schiebel zugänglich gemacht. Entstanden war sie bereits 10 000 Jahre zuvor, nachdem sich der abschmelzende Breitachgletscher den Weg durch das harte Gestein gebohrt hatte: 2,5 Kilometer lang und 150 Meter tief. „Das Naturspektakel zog schon über 24 Millionen Besucher in die Region“, erzählt unser Guide Alfred Schmitt auf dem Weg vom großen Parkplatz zum modernen Eingangsgebäude.

Auf dem gut ausgebauten Weg geht es zunächst über eine große Wiese zur Breitach. Noch macht das Gewässer seinem Namen alle Ehre und plätschert als breiter Fluss friedlich dahin. Durch schattenspendende Bäume führt ein 4,25 Kilometer langer Rundweg stetig bergauf. Schon nach kurzer Zeit schwillt das Rauschen der Breitach deutlich an. Je höher wir wandern, desto kühler und klarer wird die Luft. „Es ist immer ein Erlebnis, wenn man von den schmalen Wegen aus sieht und spürt, wie das Wasser zischend und sprühend an den bis zu einhundert Meter hohen Felswänden entlang stürzt“, meint Alfred. Er behält recht. Das Naturschauspiel ist wirklich beeindruckend. „Nicht umsonst zählt die Breitachklamm zu den einhundert schönsten Geotopen Bayerns“, freut sich Guide Alfred stolz.

Die Schlucht wird immer enger, und die hohen, senkrechten und überhängenden Felswände säumen den schmalen Weg. Im engsten Teil der Schlucht ist die Oberkante der Spalte nur ein paar Meter offen. Nur wenige Sonnenstrahlen gelangen noch hindurch. Die Lichtverhältnisse werden schlechter, doch dafür wird es lauter: Das Wasser donnert wild über die hohen Felsbänke und gurgelt in tiefen Gumpen. Auch wenn das Wasserspiel noch so fasziniert, ein gelegentlicher Blick nach oben lohnt immer. Die Stein- und Baumformationen über den Köpfen der Wanderer, zu denen auch Familien mit Kindern zählen, sind absolut sehenswert.

Dem Rundweg folgend, gelangen wir zum Zwingsteg. Dieser führt über die Klamm und von hier aus haben wir einen spektakulären Blick in die unendliche Tiefe.

Über den Berggasthof Sesselalpe – ideal um sich mit einer typisch bayrischen Brotzeit zu stärken – geht es wieder zurück ins Tal. Insgesamt kann die Breitachklamm auf unterschiedlichen Wegen (2,2 km bis 7,75 km) erkundet werden, aber eines haben alle Routen gemeinsam – sie sind ein Erlebnis nicht nur für Naturfreunde.

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