• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Zustellung der NWZ verzögert sich – ePaper freigeschaltet
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 16 Minuten.

Probleme Im Druckhaus
Zustellung der NWZ verzögert sich – ePaper freigeschaltet

NWZonline.de Ratgeber Reise

Mamas Brot schmeckt am besten frisch aus dem Ofen

20.07.2019

Tiflis Neulich wurde auf der Straße mal wieder geschlachtet – Richtung Weingut Chateau Mukhrani. Einige Männer häuteten vor ihren Häusern geviertelte Tierkörper in großen Plastikwannen. Vorbeifahrende Touristen zückten Kameras, um den Moment archaischer Einfachheit festzuhalten. Die Fleischer schauten misstrauisch, sie wollten keine Aufmerksamkeit. Eigentlich ist das Schlachten auf diese Art in Georgien längst verboten.

„Aber das ist Tradition. Schaschlik aus solchem Fleisch ist das Beste, was du kriegen kannst“, erklärt ein Georgier und lacht. „Manchmal haben wir unsere eigenen Regeln.“ Wahrscheinlich hat diese Einstellung die Bevölkerung davor bewahrt, ihre Eigenwilligkeit zu verlieren – das Land ist etwa so groß wie die Schweiz und hat etwa 3,7 Millionen Einwohner.

Kulturell den Blick Richtung Westen gerichtet, ist Georgien seit knapp 1800 Jahren mehrheitlich christlich – dominant ist die georgisch-orthodoxe Kirche –, geografisch Vorderasien, mit sieben Klimazonen.

Das fruchtbare Land, durch das der Karawanenweg der alten Seidenstraße führte, musste sich immer wieder gegen Angriffe verteidigen. Ende des 18. Jahrhunderts rief Georgien Russland zu Hilfe, als Tiflis von Schah Aga Khan Mohammed überfallen wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts, wurden die Provinzen ins Russische Reich eingegliedert. „Wir haben die Russen geholt. Sonst wären wir heute wahrscheinlich ein muslimisches Land“, erzählt ein Einheimischer. „Aber jetzt werden wir sie nicht mehr los.“

Einer, der daran im 20. Jahrhundert einen großen Anteil hatte, war Stalin. Er wurde als Josef Dschugaschwili in Gori geboren. In der knapp 80 Kilometer von Tiflis entfernten Stadt wird der „Woschd“ noch heute verehrt, zum Ärger vieler Georgier.

Viele Touristen kommen nicht wegen Gori ins Land, sondern vor allem wegen der 8000 Jahre alten Weingeschichte, der quirligen Hauptstadt Tiflis oder der Höhlenstädte Uplisziche und Wardsia, das seit 1993 für die Liste des Unesco-Welterbes angemeldet ist.

Auf dem Weg nach Sighnaghi liegt im Gombori-Gebirge Verona. „Aber dass das klar ist, unseres gab es vor dem italienischen“, scherzt der Fahrer. Im georgischen Verona gibt es kaum zehn Häuser, einige Gemüsegärten, Kühe, Schweine, Ziegen, Hunde, Matsch, einen alten Kleinlastwagen aus Sowjetzeiten.

Wer kann, sollte im Nirgendwo an einer der kleinen Holzhütten halten und frisches Brot kaufen. Nach alter Tradition wird der Teig an die Innenseite des brunnenartigen Ofens geklebt und mit einer Stange herausgefischt, wenn das Brot eine gewisse Bräune hat. Am besten schmeckt dedas puri – Mamas Brot – ganz frisch, noch warm.

Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

NWZ-Reisedeals ab 99,99 €
Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.