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NWZonline.de Ratgeber Reise

Urlaubstipps: Wo Norddeutschland wild und einsam ist

16.05.2020

Berlin Auch die Heimat kann schön sein: In diesem Jahr dürften viele Deutsche ihren Sommerurlaub im eigenen Land verbringen. Angesichts einer schwelenden Pandemie aber eher nicht in trubeligen Städten und Eventhallen, sondern abseits der Massen. Deutschland hat zum Glück so einige Regionen zu bieten, die wild und ursprünglich oder besonders einsam sind – oder gleich beides. Eine Auswahl aus der „Nordhälfte“:

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Wer Eisvögel, Seeadler und Kraniche sehen möchte, ist im Naturpark Lauenburgische Seen richtig. Der älteste Naturpark Schleswig-Holsteins liegt südlich von Lübeck und östlich von Hamburg und bietet eine eiszeitliche Hügellandschaft aus Seen, Wäldern, Wiesen und Feldern – ein Sehnsuchtsort für Naturfreunde.

Der Park selbst wirbt mit einer Landschaft „wie auf Gemälden alter Meister, lieblich, weich und zugleich geheimnisvoll und mystisch, aufregend und mächtig“. Im Frühjahr blüht der Raps, Reetdächer und Fachwerke liefern pittoreske Fotomotive.

Eine Alternative in Deutschlands nördlichstem Bundesland ist das Naturschutzgebiet Geltinger Birk, ganz weit im Norden am Meer. Dünen, Sümpfe und lichte Wälder laden zum Wandern und Radeln ein. Hier wurde auch die alte Ponyrasse Konik ausgewildert.

MECKLENBURG- VORPOMMERN

Die Mecklenburgische Seenplatte kennt jeder – aber warum nicht mal ein Küstenmoor kennenlernen? Das geht östlich von Graal-Müritz im Großen Ribnitzer Moor. Ein neun Kilometer langer Exkursionspfad mit Infotafeln führt durch die Landschaft. Wer Glück hat, bekommt den Blauen Moorfrosch zu Gesicht.

Soll es doch die Seenplatte sein, empfiehlt der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommerns die Ivenacker Eichen. Sie sind um die 1000 Jahre alt und zählen zu den ältesten Bäumen in Deutschland. Besucher finden dort auch einen der beliebten Baumwipfelpfade.

NIEDERSACHSEN

Aktivurlaub in der Natur ist nicht nur im Harz oder Erzgebirge angesagt, sondern zum Beispiel auch im Weserbergland. Dort wartet der Naturpark Solling-Vogler auf Wanderer und Erholungsbedürftige. Gäste können einen 40 Meter hohen „Klimaturm“ im Wald erklimmen, während eine Erdhöhle den Blick auf Baumwurzeln freigibt. Zudem gibt es unter anderem Klöster, Ausgrabungsstätten, wildlebende Exmoor-Ponys, Mountainbike-Trails und einen Wildpark.

Für wildromantische Gefühle sorgt in Niedersachsen alternativ der Naturpark Elbhöhen-Wendland mit reichlich Wald-und-Wiesen-Charme, Heideflächen und Streuobstwiesen. Charakteristisch für die Region sind die gut erhaltenen, historischen Rundlingsdörfer.

BRANDENBURG

Freunde des deutschen Waldes werden in der Uckermark ihre Freude haben. Der idyllische Buchenwald Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Vielleicht kein Geheimtipp mehr, aber empfehlenswert.

Eine geschützte Flussaue hat Brandenburg im Nationalpark Unteres Odertal zu bieten. Dort zeigen sich viele Wasservogel-Arten.

BERLIN

Für Großstädter ist es natürlich nicht so leicht, einsame und weitläufige Landschaften zu finden, ohne ins grüne Umland zu fahren. In der Hauptstadt empfiehlt Visit Berlin den Natur-Park Schöneberger Südgelände als noch weniger überlaufenes Erholungsziel. Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof ist hier über die Jahre ein dschungelartiger Wald entstanden, der sich auf Spaziergängen erkunden lässt. Lok-Halle, Brückenmeisterei und Wasserturm erinnern an früher.

Die angeblich „längste Grünfläche Berlins“ liegt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf: Der Wuhletalweg führt dort über 15 Kilometer von Ahrensfelde bis zur Mündung der Wuhle in die Spree.

HAMBURG

In Hamburgs erstreckt sich wiederum die Wildnis des Duvenstedter Brooks – ein Naturschutzgebiet aus Mooren, Heidefläche und Bruchwäldern, das zum Spazieren und Radeln einlädt. Die Landschaft entstand vor rund 15 000 Jahren nach der letzten Eiszeit.

Für Hamburger mit Sehnsucht nach dem Grünen empfiehlt sich außerdem das Alte Land, eines der größten Obstanbaugebiete Europas. Zur Apfelblüte ist es dort besonders schön, aber auch sonst lässt sich dort bestens die Natur genießen – vor allem per Fahrrad.

BREMEN

Auch das kleine Bundesland Bremen hat Natur zu bieten: Die Luneplate direkt an der Weser in Bremerhavens Süden ist ein Feuchtgebiet, in dem Besucher Wasserbüffel beobachten können. Die Lune ist ein Nebenfluss der Weser und die Luneplate eine Halbinsel. Die Umgestaltung des hafennahen Geländes in ein Rückzugsgebiet für Vögel und Domizil für Brut-, Rast- und Zugvögel wurde 2016 mit dem Europäische Hafenpreis ausgezeichnet. Die Luneplate sei ein „Hidden Place“, so die Touristikgesellschaft. Selbst mancher Bremerhavener kenne die besondere Schönheit des Ortes nicht.

NORDRHEIN-WESTFALEN 

Mit einer „Oase im Alltag“ wirbt die Touristikzentrale Paderborner Land, wenn es um die Moosheide geht. Das Naturschutzgebiet in der Senne in Ostwestfalen sei eher noch weniger bekannt. Es liegt in der Region des Teutoburger Walds unweit der Grenze zu Niedersachsen, dort entspringt auch die Ems. Rundwanderwege führen über Dünen und durch Täler, zu offenen Heideflächen und durch Kiefernwälder.

Das besondere Highlight der Moosheide hat jedoch Hufe – dort lebt die älteste Pferderasse Deutschlands. Die Senner Wildpferde wurden im Jahr 1160 zum ersten Mal erwähnt und lassen sich von Ende April bis Ende Oktober beobachten. Ein Wildweideprojekt hat dafür gesorgt, dass die Tiere in ihre alte Heimat zurückkehren konnten.

SACHSEN-ANHALT

Wer es so richtig einsam mag, der ist in der Altmark richtig. Die Gegend ist so fernab vom Schuss, dass sie mit dem Slogan „Wenn Sie mal niemanden mehr sehen wollen“ warb. Die Not wurde zur Tugend: Landflucht als touristischer Standortfaktor. Die Natur hat man hier in weiten Teilen fast für sich allein. Wem das aufs Gemüt schlägt, der besichtigt Stendal, Tangermünde oder Salzwedel.

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