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NWZonline.de Ratgeber Reise

Malta: Trittstein zwischen den Kontinenten

18.11.2017

Valletta Malta leuchtet: bei Regen schmutzig-gelb und bei Sonne in einem warmen Ockergelb wie Wüstensand. Der Kalksandstein, der auf der Mittelmeerinsel, die südlich von Sizilien liegt, abgebaut wird, dominiert den Archipel. „Ein Stein, der dem Herrgott bei seinem Weg von Afrika nach Europa aus der Hand gefallen ist“, nennt Guide Ophelia (54) ihre Heimat.

Mit 140 Kilometern Küste und 430 000 Einwohnern ist der südeuropäische Inselstaat, zu dem auch die bewohnte Mini-Insel Comino und das kleine, grüne Gozo gehören, erheblich kleiner als Mallorca und doch seit 2004 ein eigenständiges EU-Mitgliedsland. Fast 1,6 Millionen Touristen kamen 2016, Tendenz steigend.

Milde Winter

Maltas Küsten sind sehr unterschiedlich, was sich besonders auf der Hauptinsel zeigt: An der Ost- und Nordostseite gibt es flache Sandstrände und weite Buchten, im Südwesten und im Norden Steilküsten mit Felsformationen und grottenähnlichen Einschnitten. Wegen seiner Wasserknappheit hat Malta keinen Wald, nur einige Parks. Die Winter sind mild (durchschnittlich 14 Grad) und die Sommer heiß.

Im hügeligen Hinterland gibt es etwas Agrarwirtschaft – Schafzucht und Weinbau bestimmen das Landschaftsbild. Die Felsenterrassen und die Bewässerungssysteme aus der Zeit der Araber werden bis heute genutzt. Immer mehr kleine Höfe öffnen ihre Pforten für Touristen. Kinder können mit ihren Eltern erleben, wie Landwirtschaft in ihrer ursprünglichen Form funktioniert. Dort liegt auch die Stadt des maltesischen Adels, die ehemalige Hauptstadt Mdina (260 Einwohner), die man unbedingt besuchen sollte. Das Haupttor zwischen den meterdicken Stadtmauern diente als Filmkulisse in einigen Folgen von „Game of Thrones“.

Vor allem aber ist Malta unglaublich reich an Kultur. Maltas Geschichte reicht mehr als 7000 Jahre zurück. Die Insel erlebte in der jüngeren Steinzeit ein goldenes Zeitalter, von dem heute die mysteriösen Megalithtempel zeugen. Sie sind älter als Ägyptens Pyramiden und Englands Stonehenge. Kaum irgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele Festungen, Paläste, Denkmäler, Museen und Gotteshäuser auf engem Raum wie auf Malta – 365 Kirchen verteilen sich auf 246 Quadratkilometern, eine für jeden Tag im Jahr.

Der Archipel diente einst Griechen, Karthagern, Römern, Arabern und katholischen Ordensrittern als Trittstein zwischen den Kontinenten für ihre Eroberungsfeldzüge. Besonders geprägt wurde er ab 1530 durch die Herrschaft des Malteserordens. Ab 1814 war er britische Kolonie und erlangte erst 1964 die Unabhängigkeit. Obwohl Malta über keine Bodenschätze verfügt, ist es doch mit den beiden großen Naturhäfen in Valletta ein wichtiges maritimes Zentrum, in dem Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt anlegen.

Große Anteilnahme

Valletta, Kulturhauptstadt 2018, besticht durch seine prächtige Architektur: Bastionen, Barockfassaden, Wappen, schmale Gassen, Heiligenstatuen, bunte Holzbalkone, imposante Springbrunnen und Denkmäler. Die Hauptstadt ist nicht nur eine Festung, sondern auch ein Gesamtkunstwerk des Barock. Vor allem aber sind es die Paläste, die einen besonderen Platz in dieser majestätischen Stadt einnehmen. Der bekannteste ist wohl der Großmeisterpalast (1566) mit seinen Kunstschätzen, in dem sich der Amtssitz des Staatspräsidenten, die Abgeordnetenkammer und die Waffenkammer befinden.

Ein trauriger Meilenstein in der Neuzeit maltesischer Geschichte ist der Mord an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia (53) im Oktober, die durch eine Autobombe ums Leben kam. In Vallettas Altstadt, unweit des Großmeisterpalastes, zeugt ein Blumenmeer vor dem Porträt der Ermordeten von der großen Anteilnahme der Bevölkerung und ihrem Protest gegen Korruption im Inselstaat.

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