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Italien Berühmter Balkon ein Magnet

Hanns-Jochen Kaffsack

VERONA - Nur noch ein paar Haarnadelkurven müssen genommen werden, an den sanften Hügeln der Weingegend vorbei. Noch versperren stolze Zypressen, schnurgerade aufgereiht, den Blick auf den See, den die deutschen Urlauber so sehr lieben. Dann liegt er endlich vor Augen, Lago di Garda, abwechslungsreiches, langgezogenes Schmuckstück der Natur.

Dramatische Bergkulisse

Ob im Weinort Bardolino, in Garda oder in Torri del Benaco – in vielen Orten am Ostufer können Reisende in dem klaren Wasser aus den Bergen baden. Auf dem Weg nordwärts wird der zunächst bauchige Gardasee enger, die schroffen Berge rücken näher ans Ufer. Im Sommer toben sich Anhänger aller modernen Wassersportarten hier aus, nun liegt der See nonchalant da – solange es keine Unwetter gibt. Die Bergkulisse steigert sich dramatisch, bis hin zum 2200 Meter hohen Monte Baldo, der auch noch in Malcésine über allem wacht.

Herbst und Frühjahr sind die beste Zeit, um auch Ziele nahe des Gardasees kennenzulernen. Da ist zum Beispiel das reiche Verona, von der Etsch sanft zwischen zwei Schlaufen eingezwängt. Der Stadtkern wurde von der Unesco vor einem Jahrzehnt zum Weltkulturerbe erklärt, die Balkone der schmucken Bürgerhäuser und Palazzi sind blumengeschmückt.

Apropos Balkon: Natürlich ist der berühmte Vorbau in einem kleinen Hof der Via Cappello ein Star. Es ist der Balkon aus Shakespeares Liebesdrama „Romeo und Julia“, auf dem sich heute Touristinnen ablichten lassen. Auch wenn er ein Stück gotischer Architektur im römischen Ambiente ist, zählt der Balkon nicht zu den ganz großen Sehenswürdigkeiten Veronas.

Romanische Baukunst

Zu ihnen gehört die römische Arena, noch heute Ort farbenprächtigster Schauspiele und der bekannten Opernfestspiele im Sommer. Herausragend neben der Arena ist vor allem die Basilika Zeno Maggiore, ein Meisterwerk romanischer Baukunst in Italien.

In Vicenza, eine Autostunde östlich von Verona, strahlt alles durch die Kunst eines einzigen, einzigartigen Baumeisters: Andrea Palladio (1508–1580). Sicher, man kann auch in Vicenza prima flanieren und shoppen gehen, samtiges Olivenöl oder Balsamico-Essig aus dem nicht weit entfernten Modena erwerben – aber bitte erst nach dem Besuch der vielen Höhepunkte seiner Baukunst.

Das ist vor allem das beeindruckende „Teatro Olympico“ und etwas außerhalb das Meisterwerk „La Rotonda“, ein Stadtpalast auf dem Land mit einer übermächtigen Kuppel.

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