• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Ratgeber Reise

Usa: Wandlung vom Terminal zur Hotel-Lobby

10.06.2017

New York Praktisch war das Gebäude nie. Schon zur Eröffnung 1962 galt das TWA-Terminal am New Yorker Flughafen John F. Kennedy (JFK) als überholt.

Der in Finnland geborene Architekt Eero Saarinen bekam all das nicht mehr mit, er starb 1961. Nach der Pleite der Fluggesellschaft Trans World Airlines (TWA) wurde das Gebäude 2001 ganz geschlossen. Es war allerdings so schön, dass Fachleute aus der Architektur ganze Doktorarbeiten darüber verfassten. Mit zwei großen Beton-Flügeln ist das TWA-Terminal die Verkörperung eines Flughafengebäudes.

Kaunteya Chitnis beschreibt den Bau: „Im ganzen Gebäude gibt es keine gerade Linie“, sagt er. „Allein um das 6000 Quadratmeter große Dach fertigzustellen, musste 30 Stunden lang Beton gegossen werden. Die Lastwagen stauten sich bis auf die Autobahn. Dieses Gebäude könnte so nie wieder nachgebaut werden.“ Chitnis, der für die Hotelgruppe MCR arbeitet, erweckt das TWA-Terminal zu einem zweiten Leben.

Fast 16 Jahre lang stand das Gebäude leer. Doch dann machte Steven Spielbergs Erfolgsfilm „Catch Me If You Can“, in dem Tom Hanks den smarten Leonardo DiCaprio durch die Gänge des Terminals jagt, den Bau weltberühmt. Wenig später wurde der es offiziell unter Denkmalschutz gestellt. 2019 soll es als Luxus-Hotel wiedereröffnen.

Als das TWA-Terminal 1962 fertiggestellt wurde, war drumherum freies Land. Heute liegt das TWA-Gebäude eingequetscht zwischen dem Terminal 5, dem Verbindungszug Airtrain und viel befahrenen Straßen und wirkt wie ein abgestürztes Ufo.

Das soll sich ändern. „Das TWA-Terminal ist der Star dieses Projekts“, sagt Hotelentwickler Chitnis. „Wir sind tief in die Archive gegangen und wollen es so gut wir können in seinen Originalzustand zurückversetzen.“ 265 Millionen Dollar (etwa 240 Millionen Euro) soll das kosten.

Das Terminal wird zur Lobby mit Restaurants und Bars. Die früheren Check-in-Schalter werden zur Essenshalle. Teppiche und Sofas im Terminal bleiben „Chili-rot“, so wie Saarinen es einst entworfen hat. Die Anzeigetafeln für startende und landende Flugzeuge sollen mechanisch bleiben und laut klicken.

Rund um das Terminal sollen zwei Hoteltürme mit insgesamt 505 Zimmern und ein Konferenzzentrum entstehen. „Vom Pool auf dem Dach aus kann man die Start- und Landebahn sehen“, sagt Entwickler Chitnis. Mit dem Lärmschutz wurde die deutsche Firma Interpane beauftragt. „Die Zimmer werden ganz ruhig sein.“

Bis alles fertig ist, wird es aber noch eine Weile dauern. Bislang stehen die Hoteltürme noch nicht, und das Terminal ist im staubigen Rohzustand.

NWZ-Leserreisen
Traumhafte Urlaubsreisen - bestens organisiert und betreut mit deutscher Reisebegleitung ab Oldenburg.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.