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NWZonline.de Ratgeber Reise

Wenn das Leben in einen Rucksack passt

19.01.2019

Wann beginnt eine Weltreise? Mit der Planung? Mit der Fahrt zum Flughafen? Mit dem Abflug? Für mich ganz klar mit dem Kauf des Rucksacks – denn damit steht fest, dass es kein „normaler“ Urlaub mit dem Rollkoffer wird. Vor gut drei Jahren habe ich mir einen großen, grün-grauen Rucksack gekauft und damit das Abenteuer Weltreise begonnen.

Gepackt, ausgepackt, wieder anders gepackt – einige Male habe ich vor dem Abflug versucht, möglichst viel in den Rucksack hineinzubekommen. Nach etwa fünf Versuchen war ich zufrieden – bis ich versucht habe, das gute Stück zu schultern. Gut 20 Kilogramm brachte der Rucksack auf die Waage – beim Abflug wohlgemerkt.

Von Frankfurt am Main ging es nach Island. Mitten in der Nacht landete das Flugzeug in Reykjavik – und der Rucksack im Kofferraum des Mietwagens. So ließ sich das Land ohne den ganzen Ballast auf den Schultern erkunden, bevor es nach einer Woche nach Toronto ging – und von dort weiter in die USA. In Niagara Falls marschierte ich mit dem Rucksack auf dem Rücken in die USA.

Ja, richtig. Zu Fuß über die „Rainbow Bridge“ bin ich vor drei Jahren in die USA eingereist. So kommt wohl auch nicht alle Tage jemand an – zumindest nicht dem verblüfften Gesicht des Grenzbeamten nach zu urteilen. Obwohl das Visum beantragt war, stellte er die dümmsten Fragen – und wollte eine Bestätigung für jede Aussage. Hätte nur noch gefehlt, dass er den Rucksack durchwühlt.

Naja, letztendlich durfte ich einreisen. Es ging weiter nach New York City, Washington D.C., über Jacksonville nach New Orleans, wo ich aufgrund des Rucksacks einen Tag lang zum Nichtstun verdonnert war. Da es in den USA keine Schließfächer an Bahnhöfen, Busstationen oder Flughäfen geben darf – darin bilden sich anscheinend gerne Terrorzellen – musste der Rucksack eben mit. Und das nach einer zehnstündigen, nächtlichen Busfahrt mit zwei Umstiegen.

Ein Tag im Kaufhaus

Da mein Mitreisender meine Abneigung gegen den gefühlt tonnenschweren Rucksack inzwischen bemerkt hatte, beschlossen wir, den Tag – bis zum Einchecken in der Unterkunft am Nachmittag – gemütlich, sitzend, mit Blick auf den Mississippi in einem Kaufhaus zu verbringen. Erst die nächsten Tage nutzten wir, um die Stadt zu erkunden.

Über Chicago, Las Vegas, San Fransisco und Los Angeles ging es auf die Fidschi-Inseln – welch’ Freude, den Rucksack bei schwül-warmen 30 Grad herumzutragen. Nun gut, zumindest bis zum Hotel, denn dann war erst einmal Entspannung angesagt. Nach fünf Tagen im Paradies folgte der Flug ins nächste Paradies: nach Neuseeland. Ein Land, das wirklich alles zu bieten hat – Küsten, Seen, Berge, Gletscher, Strände und Dschungel. In Auckland angekommen wurde das Quartier für die nächsten vier Wochen bezogen: das Wohnmobil. Während wir die Schönheit der beiden Inseln erkundeten und immer wieder aufs Neue staunten, hatte einer Pause: Der Rucksack lag gut verstaut in einem Fach im Wohnmobil – und musste nicht von A nach B geschleppt werden.

Ganz anders als in Australien. Dort waren wir wieder auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen – vorbei war es mit der Gemütlichkeit. Ach ja, während der Reise auf die andere Seite der Erde hatten sich so viele Souvenirs angesammelt, dass abgesehen von Rucksack und Handtasche jetzt noch zwei große Stofftaschen mit umher getragen werden wollten. Dennoch waren Sydney, Melbourne und Tasmanien sehenswert – auch wenn zehn Tage für Australien viel zu kurz bemessen waren.

Eigentlich sollte es von dort nach Sri Lanka gehen, da es aber keinen Direktflug gab, wurde ein kurzer, viertägiger Stopp in Kuala Lumpur eingeschoben. Schöne Stadt, spannende Kultur und jeden Nachmittag monsunartiger Regen – das ist in bester Erinnerung geblieben. Und die Formel-1-Rennstrecke, die wir kurz vor dem Abflug besichtigt haben – mit dabei natürlich der treue Begleiter, der Rucksack.

Gewicht zugelegt

Nach einer Rundreise in Sri Lanka, während der das Gepäckstück Pause hatte, und einem viertägigen Aufenthalt in Dubai, stiegen wir ein letztes Mal in den Flieger – zurück nach Frankfurt. Inzwischen wog der Rucksack keine 20 sondern gute 25 Kilogramm, vier Extra-Taschen waren auch gekauft und prall gefüllt. Auch wenn ich den Rucksack nach fast vier Monaten nicht mehr sehen konnte, war ich doch jedes Mal erleichtert, wenn er wieder auf dem Gepäckband am Flughafen ankam.

Aktuell liegt das gute Stück auf dem Dachboden und wartet auf den nächsten Einsatz. Einfach wieder den Rucksack schnappen und auf und davon – die Vorstellung gefällt mir. Und beim nächsten Mal beginnt die Reise dann eben erst mit dem Packen.

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Gloria Balthazaar Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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