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NWZonline.de Ratgeber Reise

Auf den Spuren des Dreivierteltakts

19.08.2017

Wien Michael Moser brennt für seinen Beruf und das, obwohl der ehemalige Chef-Concierge des Wiener „Hotel Imperial“ schon im Ruhestand ist. Das historische Palais an der Ringstraße ist seit jeher Treffpunkt der feinen Gesellschaft. Fast 30 Jahre hat Moser die Prominenten dieser Welt begrüßt, beim Erfüllen ausgefallener Wünsche oder auch nur bei der Beschaffung einer Opernkarte geholfen. Darunter waren Herbert von Karajan, Altbundeskanzler Helmut Kohl, Michael Jackson, Madonna, Karl Lagerfeld, die Rolling Stones, Lady Gaga, Sir Elton John und Phil Collins.

Überall Musik

Vom Hotel bis zum Opernhaus sind es zu Fuß nur fünf Minuten, bis zum Konzertsaal des Wiener Musikvereins, in dem jedes Jahr das Neujahrskonzert stattfindet, nur ein paar Schritte.

Wien lebt nicht nur von der Kultur und der Musik, Wien ist Musik: ob in einem der berühmten Kaffeehäuser oder Musical-Theater, in Wiens Nachtclub-Szene, im Jazzclub „Porgy & Bess“ – dem besten der Stadt – beim Heurigen im „Mayer am Pfarrplatz“ in Heiligenstadt oder dem absoluten Höhepunkt, das jährliche eintrittsfreie Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker in den Barockgärten von Schloss Schönbrunn. Auch in diesem Jahr sind wieder 100 000 Menschen dieser Einladung gefolgt.

Die Solistin des Abends, Starsopranistin Renée Fleming, treffen wir gegen Mitternacht noch einmal in der Hotellobby des „Imperial“. Wie so viele andere berühmte Künstler ist auch die US-Amerikanerin Stammgast.

Über Stardirigent Riccardo Muti erzählt Michael Moser in einer kleinen Anekdote zum Neujahrskonzert 2000, wie er zum Frühstück an die Rezeption gekommen sei und ihn gefragt habe: „Muss ich da hingehen…?“ Woraufhin er geantwortet habe: „Maestro, wenn Sie 50 Millionen Menschen nicht warten lassen wollen, ja. Sonst können Sie gern hier bleiben und mit mir plaudern.“ Muti wird 2018 zum fünften Mal nach Wien kommen, um das Neujahrskonzert zu dirigieren.

Tanz in der Reithalle

Grund zum Feiern gibt es 2017/18 in der Donaumetropole reichlich: Kaiserin Maria Theresia wäre 300 Jahre alt geworden, die 1498 gegründeten Wiener Sängerknaben feiern Jubiläum, die Wiener Philharmoniker bestehen 175 Jahre, und der Donauwalzer von Johann Strauss – Österreichs inoffizielle Nationalhymne – erlebte vor 150 Jahren seine Uraufführung. Er darf bei keinem der 450 Bälle, die jedes Jahr in Wien stattfinden, fehlen.

Seit zwei Jahren gibt es in der Müllergasse 3 ein liebevoll gestaltetes Strauss-Museum, das vom Kulturverein Wiener Blut betrieben wird. Dort erfährt man nicht nur etwas über den Walzerkönig, sondern auch über die ganze Strauss-Dynastie.

Als Freiberufler gehörten die Brüder Johann Sohn, Josef und Eduard schon damals zu den Großverdienern ihrer Zeit. Johann Strauss Sohn bekam für fünf Konzerte in New York und Boston auf heute umgerechnet zwei Millionen Dollar. Besucht man das Museum, sollte man sich als Gruppe unbedingt für einen Vortrag von Professor Helmut Reichenbauer, Präsident des Vereins, anmelden – ein musikalisches Geschichtserlebnis erster Klasse.

Bei 450 Bällen im Jahr wird auch viel getanzt. Die beliebteste Tanzschule ist „Elmayer“, vom Großvater des heutigen Besitzers in einer ehemaligen Reithalle 1919 im Palais Pallavicini gegründet. Bereits in der dritten Generation führt Thomas Schäfer-Elmayer das Unternehmen. Neuem gegenüber aufgeschlossen, wird dennoch die Alt-Wiener Tradition vermittelt. Studenten aus aller Welt lernen dort ebenso Wiener Walzer wie die Debütanten/innen des Wiener Opernballs.

Und wer mal unverhofft in Wien zu einem Ball muss, findet das passende Leih-Kleid oder den Smoking bei „Flossmann“ in der Riemergasse 11.

Anreise: Mit Auto, Bahn oder Flugzeug. Lufthansa fliegt ab Bremen über München. Vom Flughafen Wien-Schwechat geht’s mit der S 7 bis Wien-Mitte. Dort gibt es eine U-Bahn-Anbindung ins Zentrum. Nur wenig schneller ist der City Airport Train (CAT).

Tipps: Preisgünstig erleben kann man Wien mit der „Vienna City Card“ für 24, 48 oder 72 Stunden ab 13,90 Euro. Man kann sie online kaufen oder bei der Tourist-Info am Flughafen, Hauptbahnhof oder am Albertinerplatz. Stehplatzkarten in der Staatsoper gibt es während der Spielzeit schon ab drei Euro.

Termine: Das nächste eintrittsfreie Sommernachtskonzert in Schönbrunn findet am 31. Mai 2018 statt. Dirigent: Valery Gergiev; Yefim Bronfman, Klavier.

Reiseliteratur: Anita Ericson, „Reiseführer Wien“, Dumont Direkt, 120 S., 11,99 Euro

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