Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Österreich Wettstreit der Museen um Gustav Klimt

Silvia Meixner

WIEN - Angesichts der hohen Künstlerdichte gibt es in Österreich fast jedes Jahr etwas zu feiern. Mal kleiner, mal größer. Und in diesem Jahr: sehr groß. Auch der Schriftsteller Arthur Schnitzler hätte 2012 seinen 150. Geburtstag gefeiert. Aber der Reigen wird um Gustav Klimt (1862–1918) eröffnet. Einer der Wegbereiter der Moderne hat eine große Aufgabe: Mit seinem Jubiläumsjahr sollen Tourismus-Rekorde gebrochen werden. Die Chancen dafür stehen gut – es gibt neun Sonderausstellungen.

Über allem thront der „Kuss“, jenes Klimt-Gemälde, das Millionen Menschen in aller Welt in seinen Bann zieht, seitdem es 1908 zum ersten Mal gezeigt wurde. Nach Ausstellungen in Australien und der Schweiz steht es nun wieder an seinem Platz im Belvedere. Wer nicht mit Fremden davor stehen möchte, für den gibt es ein Spezialangebot eines Hotels, das bei Buchung eines Zimmers auch zehn Minuten „Kuss“-Betrachtung, „völlig ungestört“, beinhaltet.

„Obszön“ und „pornografisch“ fanden seine vielen Kritiker die Bilder des Skandal-Malers. Heute zieren seine Werke Seidenschals, Kaffeetassen, Kalender, Marmeladengläser, und im Jubeljahr gibt es sogar einen Klimt-Sekt.

Wer sich auf Spurensuche durch Wien begibt, landet meist zuerst am Gebäude der Secession. 1897 gründeten Gustav Klimt, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich und andere die „Wiener Secession“ als Abspaltung vom Wiener Künstlerhaus. Sie hatten genug vom vorherrschenden Konservatismus.

Die weltweit größte Sammlung besitzt das Belvedere, hier wird Klimt 2012 mit dem kongenialen Architekten und Designer Josef Hoffmann präsentiert. Das Kunsthistorische Museum beschäftigt sich mit der mittleren Schaffensperiode Klimts in den Jahren 1886–1897, präsentiert 13 Gemälde und Vorzeichnungen für das große Treppenhaus im Kunsthistorischen Museum.

Weitere Ausstellungen gibt es unter anderem in der Albertina. Das Museum für angewandte Kunst MAK widmet den Entwürfen Klimts für das Mosaik im Speisesaal des Palais Stoclet eine eigene Ausstellung. Das Künstlerhaus zeigt Dokumente, Briefe und Fotos aus seinem Archiv und dokumentiert damit das Leben des Malers.

 @  

http://www.wien.info/klimt2012

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden