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NWZonline.de Ratgeber Reise

Wo Menschen auf dem

08.04.2006

SHIMABARA /ASO Badespaß auf Japanisch: Die Wasserbecken sind für jedermann zugänglich.

Von Sven Appel SHIMABARA/ASO - Nach einer halben Stunde hat Haruvuki Ito genug. Nacheinander zieht der Rentner seine Beine, die eben noch bis zu den Knien im Becken baumelten, aus dem heißen Wasser. Anschließend schnappt er nach seinem Handtuch. Jeden Tag kommt der 65-Jährige zur heißen Quelle auf dem Marktplatz der kleinen Stadt Shimabara. Das machen viele Menschen auf Kyushu so – denn es gibt zahlreiche heiße Quellen auf Japans südlichster Hauptinsel.

Sie bilden die Grundlage einer Badetradition, die neben dem körperlichen Wohlgefühl dem menschlichen Miteinander dient. „Ich komme jeden Tag hierher, um mich zu entspannen und um Freunde zu treffen“, erklärt Haruvuki Ito und trocknet sich ab.

Entspannen kann man in Shimabara auch im Teehaus – zum Beispiel im „Shimabara Mizuyashiki“. Das Gasthaus aus dem Jahr 1872 ist eine Oase der Ruhe: auf Tatami-Matten sitzend, schlürft der Besucher seinen Pulvertee mit Blick auf einen grün schimmernden Teich. Dort probiert man Spezialitäten wie Kan-zarashi – süße Bällchen aus Reismehl.

In Shimabara gibt es auch ein Schloss, genauer: einen Nachbau von 1964. Das Original, 1615 errichtet, wurde von Provinzfürsten bewohnt. Die Rekonstruktion beherbergt neben einer Ausstellung zur Geschichte der Christen in Japan auch eine Sammlung schmucker Samurai-Rüstungen.

Shimabara wurde im 17. Jahrhundert mit strategischem Bedacht zur Burgstadt ausgebaut. Heute ist die Stadt für Besucher das Eingangstor zum Unzen-Amakusa-Nationalpark. Dessen Zentrum, das Städtchen Unzen, ist von Shimabara aus in rund einer Stunde mit dem Bus zu erreichen.

Der Ort ist Japanern wegen seiner heißen Quellen ein Begriff. Und so kommen die Gäste aus dem ganzen Land, um es sich für ein paar Tage gut gehen zu lassen. Von schwefeligen Schwaden lässt sich niemand stören. Jedes Hotel kann mindestens ein Gemeinschaftsbad aufweisen.

Aber Baden ist auch in Nippon nicht alles. Der Nationalpark bietet auch hohe Berge – inklusive Vulkane. Zur Bergstation geht’s mit der Seilbahn. Von dort führt ein Trampelpfad über den Myoken (1333 Meter) zum Kunimi (1347). Den derzeit aktiven Berg Fugen (1360) müssen sich Wanderer jedoch aus einigen hundert Metern Entfernung ansehen – zu gefährlich ist es direkt am Krater.

Vulkane prägen auch den rund 90 Kilometer östlich gelegenen Aso-Nationalpark. Seinen Mittelpunkt bildet eine Caldera mit einem Durchmesser von 18 bis 24 Kilometern. Das Kraterbecken wird heute vor allem landwirtschaftlich genutzt, aber natürlich kommen auch viele Touristen.

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