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NWZonline.de Region

Remmers hofft auf den Zuschlag

23.07.2015

Löningen Für die Remmers-Gruppe mit Stammsitz in Löningen ergibt sich möglicherweise aus den guten Kontakten nach Russland ein großes Geschäft. In St. Petersburg soll auf der etwa acht Hektar großen Insel Neu Holland mit ihren historischen, aber in schlechtem Zustand befindlichen Bauten ein neues kulturelles Stadtzentrum entstehen. Für die erforderliche Sanierung kommen natürlich auch die Produktsysteme von Europas Marktführer in Frage. Fachleute von Remmers haben bereits die Materialien analysiert und erstellen einen Sanierungsplan. Es geht um ein Volumen von rund 200 Millionen Euro.

Unterdessen hat der für das Auslandsgeschäft zuständige Vorstand Klaus Boog am Montag eine hochkarätige Besucherdelegation aus Moskau und St. Petersburg empfangen. Für das Team der zu Roman Abramovichs Millhouse Group gehörenden Projektgesellschaft New Holland Development wurde ein Besuchsprogramm entwickelt, das sich um mit Remmers-Produkten sanierte Gebäude dreht, darunter das Maritime Museum in Hamburg und das Holstentor in Lübeck. Aber auch in Russland ist Remmers schon aktiv gewesen. Die Französische Botschaft in Moskau und die Eremitage in Petersburg wurden saniert.

Die Insel Neu Holland im Stadtzentrum St. Petersburgs diente ursprünglich militärischen Zwecken. Die zentrale Lage der Insel und ihre historische Bedeutung für Petersburg passten so gar nicht zu dieser Brachfläche, zu der die Insel in den letzten Jahrzehnten verkommen war. Jetzt ist die außergewöhnliche Architektur der Bauten mit ihren Bogengewölben in Gefahr.

Die Stadt St. Petersburg lobte einen Investorenwettbewerb für das ehemalige militärische Sperrgebiet aus, den die New Holland Development Ende 2010 gewann. Roman Abramovich, eine der bekanntesten Wirtschaftspersönlichkeiten Russlands, erstand die Rechte an der Insel. Er ging das Projekt mit viel Energie und Kapital an und leitete die Neuentwicklung ein. Jetzt sollen Theater, Museen, Ausstellungsräume, Ausbildungsinstitute sowie ein multifunktionaler Komplex mit Hotels, Wohnungen, Einzelhandelsgeschäften und Büros errichtet werden.

Das Expertenteam der Investoren aus Russland will hier vor Ort persönliche Kontakte knüpfen, sich eigene Eindrücke verschaffen und darüber informieren, ob die Voraussetzungen für eine vertiefte Zusammenarbeit mit Remmers bei diesem Großprojekt gegeben sind. Am heutigen Donnerstag reist das Team weiter zu Remmers-Referenzbauten in Holland.

Mittel- und langfristig möchte Remmers das Russland-Geschäft ausbauen. Boog: „Wir Deutschen sind trotz der wechselhaften Geschichte zwischen beiden Ländern als Geschäftspartner sehr anerkannt. Aber wir brauchen dringend eine Lösung des gegenwärtigen Konflikts um die Ukraine.“

Sergey Makarov, Direktor der obersten Denkmalschutzbehörde in St. Petersburg und Mitglied der Besucherdelegation, sagte am Mittwoch in Löningen, er sei zuversichtlich. Es habe schon traurigere Abschnitte in der Geschichte gegeben. Er sei Remmers dankbar für die angedachte Ausweitung der Beziehungen.

Peter Linkert
Redaktionsleitung Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2800

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