DELMENHORST - Es herrscht dichtes Gedränge auf dem Jutevorplatz und in der Jute-Passage. Mehrere hundert Kinder toben, schreien und lachen. Und dazu haben sie allen Grund: Schließlich ist es „ihr“ Tag – der Weltkindertag in Delmenhorst.

„Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagte Irma Michel vom Kinderschutzbund, die die Idee zu einem ersten gemeinsamen Weltkindertag in der Stadt gehabt hatte. Insgesamt beteiligten sich am Dienstagnachmittag 17 verschiedene Organisationen. Und diese hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

So konnten die Jungen und Mädchen – passend zum diesjährigen Motto „Kinder haben was zu sagen“ – das, was ihnen gefällt oder nicht gefällt, zu Papier bringen. Diese Gelegenheit nutzte auch die zehnjährige Jasmin. „Ich finde es gut, dass wir auch mal unsere Meinung sagen dürfen“, sagte sie. Alle Zettel mit den Meinungen der Kinder sollen bald in der Jute-Passage ausgehängt und danach dem Oberbürgermeister übergeben werden.

Ansonsten stand der Weltkindertag in Delmenhorst vor allem im Zeichen des Spielens. Die jungen Gäste konnten zum Beispiel „Regenmacher“ basteln, sich schminken lassen, Jakkolo spielen, oder durch den Bobby-Car-Parcours fahren – überall ging es laut, bunt und fröhlich zu. Ein Nachmittag ganz nach dem Geschmack der Kinder, wie der neun Jahre alte Salvatore bestätigte: „Es ist einfach super hier.“

Auf dem Jute-Vorplatz waren verschiedene Tanzaufführungen vom Kindergarten Ströhen, dem Tanzsportzentrum, der Ditib-Moscheegemeinde und der Tanzschule Lennard zu sehen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Kinderchor der Musikschule und ein Trommelkonzert der Jugendhilfestiftung. Zum Abschluss des Nachmittags wurde im Kino ein Kinderfilm gezeigt. Durch das Programm führte Carsten Kikker von der Lebenshilfe.

„Das war eine gelungene Sache. Wir werden das auf jeden Fall wiederholen“, sagte Irma Michel.