DELMENHORST - DELMENHORST/IHA - Bis zum Sommer soll der heruntergekommene und schon lange leer stehende Kneipen-Kiosk abgerissen werden. Das hat Rathaussprecher Christoph Schabler auf Nachfrage berichtet. Bezahlt wird der Abriss wie zuvor auch der Verkauf mit Geldern aus dem Topf für Stadtsanierung der Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt (GISS).
Als Übergangslösung soll das Gelände dem benachbarten Spielplatz zugeschlagen werden und zusätzliche Sitz- und Spielfläche für Kinder und Eltern bieten, so Schabler.
Langfristiges Ziel der Stadt sei jedoch, hier wieder Gewerbe anzusiedeln. Zumal das Gelände auch als Gewerbefläche ausgewiesen ist. Im Rahmen der Stadtentwicklung und der geplanten, aber derzeit mit Widrigkeiten konfrontierten Sanierung des Wolleparks besteht die Idee, auch Arbeitsplätze und Gewerbe im Quartier selbst anzusiedeln.
In der Vergangenheit hat es immer wieder Ärger rund um die abbruchreife Kiosk-Kneipe gegeben. So hatten Anwohner beklagt, dass abends Jugendliche durch eingeschlagene Scheiben in den Kiosk eingedrungen seien. Dreck und Lärm brachten die Anwohner immer wieder auf die Palme.
Simone Schmidt vom Nachbarschaftsbüro und der Quartiersmanager Daniel Wölfle planen, gemeinsam mit den Bewohnern des Wolleparks Ideen für die zwischenzeitliche Nutzung der freiwerdenden Fläche als Erweiterung des Spielplatzes zu entwickeln. Zum Abriss des Gebäudes soll zudem eine große Party gefeiert werden.
Obwohl das Land die Städtebaufördermittel und damit auch das GISS-Programm für 2005 ausgesetzt hat, kann in diesem Jahr im Wollepark weiter gearbeitet werden. Denn es sind noch GISS-Mittel für konkrete Projekte beantragt und bewilligt worden, die noch nicht realisiert wurden. Dazu gehört eben auch der Abriss der Kiosk-Kneipe.
Derzeit sieht es so aus, dass 2006 die Förderung in allen Programmen wieder weitergeführt werden soll. Das heißt, dass dann das GISS-Programm fortgesetzt wird und ein Antrag für das Förderprogramm Stadtumbau West gestellt werden kann.
Problematisch für die weitere Entwicklung ist die unklare Situation der zwangsverwalteten Wohnungsbestände der ehemaligen Jürgens KG. Das amerikanische Unternehmen Lone Star hatte die Forderungen der Real Estate Bank aus München in einem Gesamtpaket von rund 3,6 Milliarden Euro gekauft.
