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NWZonline.de Ratgeber Familie Rund ums Kind

Kommune filmt versteckt

13.04.2005

WILHELMSHAVEN WILHELMSHAVEN - Eines vorweg: Es wird nicht geblitzt, sondern gefilmt, und zwar mit Videokamera samt Infrarotsensor. Und: Die versteckte Kamera soll nicht der „Abzocke“ der Autofahrer dienen, sondern der Verkehrssicherheit. Gleichwohl ist nach Einschätzung der zuständigen Fachbereichsleiterin Traute von der Kammer „zu befürchten, dass die Einnahmen die Ausgaben übersteigen werden“.

Die Ausgaben, das sind annähernd 40 000 Euro für die Spezialanlage, Auswertungselektronik und Zubehör. Die Einnahmen, das werden die nach dem bundesweit einheitlichen Katalog gültigen Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen sein.

Dass solche auch in Wilhelmshaven an der Tages- und Nachtordnung sind, weiß man nicht erst seit gestern. Aber die in diesem Jahr von der Verkehrswacht an zahlreichen Standorten eingesetzte präventive Messanlage hat noch einmal den Handlungsbedarf verdeutlicht.

Die Zahlen, die Straßenverkehr-Abteilungsleiter Ewald Dieling gestern nannte, sprechen für sich: In der 30-km/h-Zone vor der Grundschule Kathrinenfeld maß man einen schwerbeladenen Tieflader mit 68 Stundenkilometern, der angesichts der blinkenden Anzeigetafel bis zum Zebrastreifen nur noch auf 42 km/h abbremsen konnte. In der Kontrollwoche fuhr die Hälfte aller Autofahrer vor der Grundschule schneller als 40 km/h, 36 Prozent sogar über 50 km/h. Vor dem Kindergarten Zedeliusstraße raste in der 30-er-Zone ein Autofahrer mit 98 km/h, und bei einer Verkehrskontrolle der Polizei registrierte man auf der L 810 einen Fahrer, der 100 Stundenkilometer zu schnell fuhr.

Nun sei zwar, so Traute von der Kammer, die Verkehrsüberwachung bisher eher Sache der Polizei gewesen. Doch bei geänderten Rahmenbedingungen sei es zu einer rückläufigen Entwicklung gekommen. Daher trete man, in Abstimmung mit der Polizei, ab sofort in die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung ein: „Wir schießen nicht scharf, aber wir machen scharfe Bilder.“

Die neue Polizeiinspektion, zuständig für den Bereich von Wittmund bis Wilhelmshaven, begrüßt dies. Stellvertretender Inspektionsleiter Klaus-Dieter Schulz: „Wir können als Polizei mit begrenzten personellen Ressourcen nur Schwerpunkte abdecken. Durch den Einstieg der Stadt kommt es zu einer Ergänzung und einem konstruktiven Miteinander.“ Zu wünschen sei, dass ein Teil der Einnahmen aus den Bußgeldern in die Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort fließe.

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