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NWZonline.de Ratgeber Familie Rund ums Kind

Spielend Angst vorm Arzt verlieren

13.04.2016

Oldenburg Die dreijährige Lentje hat ihre Puppe Ella mit ins „Teddybärkrankenhaus“ gebracht. Ella hat sich eine Kopfverletzung zugezogen. Teddybär-Arzt Lutz Brautmeier, im „wahren Leben“ Medizinstudent, untersucht Ella gemeinsam mit Lentje, verbindet der Puppe den Kopf und verschreibt ihr eine Packung „Aua-weg-Zepam“. Lentje freut sich, dass es ihrer Puppe wieder besser geht.

Mit 13 anderen Kindern des Kindergartens Wiefelstede (Landkreis Ammerland) war das Mädchen am Dienstag in der Kinderklinik des Oldenburger Klinikums. Dort hatten Medizinstudierende sowie angehende Sport- und Ernährungswissenschaftler sich im Rahmen des Projektes „Teddybärkrankenhaus“ eingehend auf den Besuch der jungen „Patienten“ vorbereitet.

Das „Teddybärkrankenhaus“ ist eine Aktion von Studierenden der Medizinischen Fakultät der Uni Oldenburg und richtet sich an Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Während des Besuches im „Teddybärkrankenhaus“ fungieren die Kinder als Teddymama oder -papa und erleben den Ablauf einer medizinischen Untersuchung in einem Krankenhaus, ohne selbst unmittelbar betroffen zu sein.

„Ziel ist es, den Kindern die Angst vor Ärzten, einem Besuch im Krankenhaus oder auch einer Spritze zu nehmen“, erläutert Studentin Stephanie Heinold und fügt hinzu: „Wir erleben es in unseren Praxissemestern auch immer wieder, dass Eltern mit ihren Kindern erst relativ spät zum Arzt gehen. Wenn wir sie dann nach dem Grund fragen, heißt es oft, dass sie nicht nur ihrem Kind, sondern auch sich selbst den Besuch beim Arzt oder im Krankenhaus ersparen wollten. Mit unserem Angebot wollen wir dazu beitragen, dass Ängste vor einem Arztbesuch erst gar nicht entstehen.“

Nach ihrem Besuch in der Sprechstunde ziehen die Kindergartenkinder weiter zur Apotheke, um für ihre Puppen und Teddys die nötigen Rezepte einzulösen. Dann geht es in den Operationsbereich, denn der Teddy Benni hat Bauchschmerzen und liegt bereits auf dem OP-Tisch. Die beiden Studenten Barbara Filser und Andreas Lübbers streifen sich und den Kindern grüne Kittel über. Dazu noch ein Mundschutz und eine Haube für die Haare – im OP-Saal muss es schließlich ganz sauber sein, hier haben Bakterien nichts zu suchen. Benni bekommt eine Narkose, schläft tief und ruhig, während die Kinder seinen Bauch öffnen. Und siehe da: Der Darm ist abgeschnürt. Kein Wunder, dass der Teddy Bauchschmerzen hatte. Nach der Narkose geht es ihm schon „vieeeel besser“.

„Eine tolle Aktion ist das“, zieht Erzieherin Silke Lorenzen-Andersson eine Bilanz ihres Besuchs mit ihren Schützlingen im „Teddybärkrankenhaus“. „Heute haben die Kinder richtig was gelernt und wissen nun, dass sie sich vor einem Besuch im Krankenhaus nicht fürchten müssen.“


Weitere Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-region 
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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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