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NWZonline.de Ratgeber Familie Rund ums Kind

Christus- und Garnisonkirche: Zwei Rohre bringen alte Zeiten ans Licht

10.02.2011

WILHELMSHAVEN Ein paar Bänke stehen verloren wirkend im Kirchenschiff. Die Christus- und Garnisonkirche ist Baustelle, kein einladender Ort. Im Chorraum aber herrscht Gedränge. Konfirmanden, Kirchenälteste und selbst für die Pastoren erstaunlich viele Interessierte wollen es wissen: Was steckt in den beiden Metallrohren, die bei Arbeiten im Altarraum in einer Aushöhlung gefunden wurden?

„Schöner als Weihnachten – und viel spannender“, meint nicht nur Pastor Bernhard Busemann. Sein Kollege Frank Morgenstern gibt Hinweise auf den möglichen Inhalt der Rohre. Vermutlich wurden sie mit entsprechenden Erinnerungsstücken bei einer früheren Baumaßnahme der Nachwelt hinterlassen. Aber wann?

Rätsel in Kapseln

Bei der Grundsteinlegung der damaligen Elisabethkirche 1869, beim schnellen Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung 1942, der gründlichen Wiederherstellung 1958/59 oder bei der Umgestaltung des Altarraums 1980?

Einer könnte mehr wissen als alle anderen: Küster Andreas Ansorge, der die Rohre am Vortag aufgesägt hat. Er aber schweigt eisern. So stehen alle vor einem Rätsel, als Frank Morgenstern den Inhalt der ersten Kapsel in den Händen hält. Was bloß war der Anlass, eine alte Tageszeitung aus dem Sommer 1898 und ein Adressbuch von Wilhelmshaven aus jener Zeit aufzubewahren?

Erst später, beim gemeinsamen Nachdenken im Gemeindehaus, findet sich die Lösung: Die Grundsteinlegung der Christuskirche an der Adalbertstraße, an deren Stelle heute der Christus-Kindergarten steht. Offensichtlich wurden die Relikte nach der völligen Zerstörung der Kirche in die Kirche hinübergerettet, die nach dem Wiederaufbau 1959 das Erbe der Zivilgemeinde mit dem der Garnisonkirche vereinte.

Die Geschichte dieses – vom Bundesverteidigungsministerium mit unterstützten – Wiederaufbaus ist auf der Urkunde nachzulesen, die in der zweiten Kapsel zum Vorschein kommt, die Morgenstern anschließend mit den Konfirmanden öffnet. Doch auch spätere Generationen sollen die Chance zum Wiederentdecken der Fundstücke haben. Deshalb werden die beiden Kapseln wieder verschlossen und um eine dritte ergänzt.

Gelder eingeworben

Was aber soll sie enthalten? Eine Zeitung, ein Telefonbuch, ein Konfirmandengesangbuch, ein Handy, Münzen, eine Darstellung der Sanierungskosten: Jeder darf Vorschläge machen.

Um die Sanierungskosten geht es im zweiten Teil des Abends: Zu den bislang eingeworbenen 70 000 Euro aus Stiftungsgeldern kommen 30 000 Euro von der Kirchbaustiftung der oldenburgischen Kirche hinzu, die deren Geschäftsführer Gerd Katmann symbolisch überreicht. „Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten“, freut sich Frank Morgenstern. Weitere Unterstützung ist gleichwohl erwünscht. Für Extras wie Beschallung und Beleuchtung gibt es ein Zusatzkonto.

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