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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Sande

Beide Mühlen stehen gut da

04.04.2017

Neustadtgödens Auch wenn im Winter nur wenige Besucher in die beiden Mühlen in Neustadtgödens kommen, legen die Wind- und Wassermüller keine Winterpause ein. „Eine Mühle muss laufen, sonst geht sie kaputt“, erklärte Windmüller Dietmar Weiß bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Neustadtgödenser Mühlen.

Der Verein konnte eine stolze Bilanz vorlegen: Beide Mühlen sind funktionstüchtig, ein weiterer Bauabschnitt zur Sanierung muss nicht geplant werden.

387 000 Euro haben die Sanierungender Oberahmer Peldemühle und der Wasserschöpfmühle auf dem Wedelfeld verschlungen. 2003 hatte sich der Förderverein Oberahmer Mühle gegründet. Die Mühle im Privatbesitz war stark sanierungsbedürftig. Die Eigentümer konnten die Kosten nicht stemmen, waren aber bereit, die Mühle öffentlich zugänglich zu machen. Rund 180 000 Euro waren damals angesetzt worden, um das Baudenkmal zu retten. Mittlerweile wurden 345 000 Euro investiert.

„Wir haben hier aber keine kleine Elbphilharmonie“, scherzte die Vorsitzende des Fördervereins, Ulrike Schlieper. Vielmehr sei zunächst nur Mindeststandard geplant, zwischenzeitlich aber weitere Pläne verwirklicht worden. So könne die Mühle nun voll funktionstüchtig erlebt werden – das erschien zunächst völlig utopisch.

2014 gab es eine Kooperation für zunächst fünf Jahre mit dem Heimatverein Gödens-Sande. Ziel war, die Wasserschöpfmühle auf dem Wedelfeld zu sanieren – dem Heimatverein fehlte Geld: 41 000 Euro waren nötig. Heute ist auch diese Mühle wieder voll funktionsfähig, sie diente einst dazu, den Landstrich zu entwässern.

Der Förderverein Neustadtgödenser Mühlen hat rund 120 Mitglieder, dadurch kommen 3500 Euro pro Jahr herein. Für regelmäßige Arbeiten an beiden Mühlen sind aber bereits rund 9000 Euro nötig. So ist der Verein auf Spenden angewiesen, außerdem bemüht er sich um Zuwendungen, unter anderem aus Stiftungen.

Aktuell stehen nur noch kleinere Arbeiten an, freute sich Ulrike Schlieper. Bei der Peldemühle muss ein Fenster erneuert werden, bei der Wasserschöpfmühle muss man das Reetdach im Blick behalten – einige Stellen bedürfen wohl in ein oder zwei Jahren der Reparatur. Wie viel das kosten wird, ist noch offen.

Ebenfalls keine Sorgen macht der Nachwuchs: Mit sechs ausgebildeten Müllern zwischen 30 und 60 Jahren hat man in Neustadtgödens eine komfortable Situation.