Cäciliengroden - Auf den ersten Blick unscheinbar und wenig spektakulär, auf den zweiten Blick – und vor allem mit fachkundigen Erläuterungen und Hinweisen, was es wo zu entdecken gibt – eine einzigartige Welt, die den Betrachter staunen lässt: die Salzwiesen vor Cäciliengroden. Jetzt werden wieder Führungen angeboten. Sylke Barkmann ist die Fachfrau für alles, was dort blüht und gedeiht und für alles, was dort krabbelt, fliegt, schwimmt und watschelt.
Sylke Barkmann erklärt mit viel Fachwissen
Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg sowie der Tourismusfachmann der Gemeinde, Tobias Hartmann, stellten gemeinsam mit Sylke Barkmann, Werner Menke, Hans Uhlmann und Michael Hintze als Vertreter der Kooperationspartner, der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (WAU) in Jever und der Nationalparkverwaltung Wattenmeer, vor, was es zu entdecken gibt. Dabei wird in der Regel Sylke Barkmann die Führungen übernehmen.
Zum Herbst wird es richtig farbig in den Salzwiesen
Aufgrund der Pandemie hatte es zwei Jahre lang keine Führungen gegeben, jetzt aber soll es wieder losgehen, rechtzeitig, bevor der „Frisian Summer“ kommt, wie Barkmann erklärte. In den Salzwiesen, die einen Großteil des Jahres vor allem in zurückhaltenden Farben zu sehen sind, wird es nämlich zum Herbst hin noch mal richtig farbig. Diese Farbigkeit entsteht durch ein gewisses Stresslevel für die Pflanzen, das durch den Sommer und einen ansteigenden Salzgehalt hervorgerufen wird – eine besondere Augenweide für die Besucher.
Seltene Hochstaudensalzwiese in Cäciliengroden
„Ich möchte Einheimischen und Touristen die Schönheit dieser einzigartigen Landschaft nahe bringen“, betonte Barkmann. Allein der Gang über den Steg zum Rondell und darüber hinaus auf den Pfad direkt in den Salzwiesen führe in eine ganz andere Welt. „Man spürt die Ruhe, es entsteht eine eigenartige Faszination“, sagte die Fachfrau. Dabei gibt es vor Cäciliengroden eine Hochstaudensalzwiese, die nur entsteht, wenn die vorherrschende Windrichtung ablandig ist – darum gibt es ähnliche Strukturen auch sehr selten, nur am Dollart und in der Leybucht sind ebenfalls solche Lebensräume zu finden.
Sylke Barkmann kann genau erklären, warum die Salzwiesen vor den Gefahren der Sturmfluten schützen können, welche besonderen Pflanzen in diesem salzhaltigen Lebensraum überhaupt bestehen können, welche Pflanzenzonen sich entdecken lassen und warum es vor etlichen Jahrhunderten viel mehr Salzwiesen gegeben hat als heute.
Die Termine
Insgesamt fünf Führungen durch die Salzwiesen vor Cäciliengroden wird es in diesem Jahr noch geben: Sonntag, 28. August, 11 Uhr,Freitag, 9. September, 17 Uhr,Freitag, 23. September, 17 Uhr, Sonntag, 25. September, 15 Uhr,Sonntag, 23. Oktober, 15 Uhr
Es handelt sich um offene Führungen, Anmeldungen sind nicht nötig.
Eintritt: Es wird ein Eintritt in Höhe von vier Euro erhoben, Kinder haben freien Eintritt. Treffpunkt ist der Flutmast beziehungsweise der Schaukasten vor dem Dorfgemeinschaftshaus, Karl-Legien-Straße 66 in Cäciliengroden. Festes Schuhwerk ist dringend empfohlen.
