CÄCILIENGRODEN - Die Bezirkspokalpartie zwischen dem FC Rot-Weiß Sande und dem Heidmühler FC hat Montagabend fast alles geboten, was sich die Zuschauer von einem Fußballspiel erhoffen durften. Nur die große Überraschung blieb aus. Der Landesligist aus Heidmühle behielt im Elfmeterschießen die Oberhand und setzte sich letztlich mit 8:6 (4:4) durch.

Im ersten Abschnitt zeigten die Sander eine gute Leistung, doch gegen die gnadenlose Effektivität der Gäste waren sie machtlos. Vier Schüsse kamen auf das Tor von RW-Schlussmann Lukas Gerdes, drei Mal musste er hinter sich greifen.

Nach dem 0:3 zur Pause schien die Partie entschieden. Auch einige der HFC-Spieler waren sich ihrer Sache wohl schon zu sicher. Doch die Rot-Weißen gaben sich nicht auf und kamen durch Malte Wobbe zum 1:3. Der HFC hatte die passende Antwort parat. Nur vier Minuten später stellte Keno Siebert den alten Abstand wieder her. Die Heimelf kämpfte weiter, hielt spielerisch und konditionell gut mit und verkürzte durch Justin Ulpts ein weiteres Mal. Beim HFC ging in dieser Phase die Ordnung auf dem Platz verloren. Nicht zuletzt, weil Dardan Jashari im Zentrum nicht ausreichend für die Defensive arbeitete. Die so entstandenen Räume nutzten die Sander, die durch Dennis Rehbein auf 3:4 herankamen.

Dadurch war eine Viertelstunde vor Schluss wieder alles möglich. Rot-Weiß hatte die Chance zum Ausgleich, auf der anderen Seite vergab Jashari eine hochkarätige Möglichkeit, für Ruhe zu sorgen. Und von Ruhe war nun Nichts mehr zu spüren. Sande warf alles nach vorne, Hektik machte sich breit. Zu Beginn der Nachspielzeit gipfelte dies in einer handfesten Auseinandersetzung vor dem Heidmühler Tor. Der Schiedsrichter sah jedoch davon ab, zur Roten Karte zu greifen.

In der letzten Minute der Nachspielzeit passierte es dann aber doch: Justin Ulpts netzte zum zweiten Mal ein und brachte die Sander ins Elfmeterschießen.

Hier durften sich die Heidmühler bei Teo Nekic bedanken, der sowohl gegen Hilat Undav als auch gegen Maximilian Hohmann zur Stelle war.

Auch wenn die Enttäuschung bei den Sandern tief saß, war Trainer Lars Poedtke stolz auf sein Team. 'Wir wollten dem Favoriten alles abverlangen. Das haben wir getan', erklärte er. 'Das einzige, was wir in der Vorbereitung nicht trainiert haben ist Elfmeterschießen', sagt er und konnte schon wieder lachen.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung