Sande - Zeitplan und Umfang des Dorferneuerungsprogramms im Bereich Neufeld II in Sande haben im Fachausschuss für ein erstes Kräftemessen zwischen dem neuen Bürgermeister Stephan Eiklenborg und der SPD-Fraktion geführt. Eiklenborg will mit Blick auf die nach wie vor angespannte Haushaltslage weniger Straßen sanieren, als der ursprüngliche Dorferneuerungsplan vorsieht, und vor allem auf rein gestalterische Maßnahmen verzichten. Die SPD dagegen verweist auf die Notwendigkeit der Sanierung. „Die Bürger dort warten schon jahrelang, dass da endlich was geschieht“, so Andreas Schindler.
Auch die CDU hält den Hinweis Eiklenborgs auf leere Gemeindekassen zwar für berechtigt, so Folkert Feeken. Er befürchtet aber: „Wenn die Projekte erstmal aus dem Investitionsplan rausgeflogen sind, dann kommen die da auch so schnell nicht mehr rein.“ Es gehe auch um die Lebensqualität der Bürger.
Wie berichtet, herrscht in Sande seit zwei Jahren Stillstand im Dorferneuerungsprogramm, weil das Land sein Förderprogramm auf Eis gelegt hat. Nun sieht es so aus, als würden die Fördergelder ab 2015 wieder gezahlt werden. SPD und CDU wollen daher das Projekt Neufeld II weiter vorantreiben und mittelfristig auch zum Abschluss bringen.
Weitergehen soll es mit der Königsberger Straße, die 2011 zur Hälfte gemeinsam mit einem ersten Teil der Berliner Straße „dorferneuert“ worden war, erst im Jahr 2016. Die Berliner Straße soll bereits 2015 weitersaniert werden. 2017 sollen schließlich die Posener Straße und 2018 die Breslauer Straße ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen und Fördergelder beantragt werden.
Der Gemeindeanteil in der Berliner Straße liegt Kostenschätzungen zufolge bei 123 000 Euro. Für die Sanierung der Posener Straße wurde für die Gemeinde Sande ein Anteil in Höhe von etwa 347 000 Euro berechnet. 40 Prozent der Gesamtkosten fließen als Zuschuss über das Dorferneuerungsprogramm.
Die SPD hatte unter anderem argumentiert, dass mittelfristig ohnehin Sanierungsbedarf in Neufeld II entstehe. Eiklenborg erklärte, man müsse manchmal auch „Projekte opfern“.
