Mariensiel - Montagsdemonstrationen sorgten einst in der DDR für radikale Veränderungen. Ähnliche Veränderungen wünschen sich auch die Mitglieder des Aktionsbündnisses Gegenwind sowie rund 200 Menschen aus Mariensiel, Cäciliengroden und Nachbarorten. Sie trafen sich am ersten Adventssonntag mit Fackeln am Alten Siel in Mariensiel. Nach einer kurzen Ansprache von Uwe Rieck, einem der Sprecher des Aktionsbündnisses, ging es auf einen Fackelzug zum Flugplatz. Vor einem Werbebanner des Unternehmens JetPortCity baute sich die Protestbewegung auf. Dabei waren auch die Cäciliengrodener Oliver Machts und Jan Buß. Sie trugen ein Banner mit der Aufschrift JetPortCity - Nein Danke.
Düsenflugzeuge, die 140 Dezibel erzeugen, sind eine andere Hausnummer als Propellerflugzeuge, erklärte Jan Buß seinen Unmut. Er wuchs in Cäciliengroden auf und kaufte sich dort vor zwei Jahren ein Haus. Jede Kommune ist verpflichtet, das Vorliegen eines Lärmaktionsplanes zu prüfen, sagte Alexander von Fintel, Ratsherr der Grünen in Sande und Anwohner. Da Sande an Eisenbahn- und Autobahntrasse liege, müsse der Plan bereits vorhanden sein. Damit sei der darin vorgeschriebene Lärmschutz einklagbar, so der Politiker.
