MARIENSIEL - Ein Rettungshund muss im Einsatz auch in extremen Situationen gelassen bleiben und darf sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Daher waren die Rettungshundeteams (Hundeführer und Hund) der BRH Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland am Sonnabend zu Gast bei der Firma Wiking in Mariensiel und haben mit einem Hubschrauber geübt.
Da es im Einsatzfall immer besonders schnell gehen muss, oder wenn die Rettungshundeteams in schwer zugänglichem Gebiet benötigt werden, ist der Transport mit dem Hubschrauber die schnellste und einfachste Möglichkeit, um an den Einsatzort zu gelangen. Damit der Hund in solchen speziellen Situationen keinen unnötigen Stress aufbaut und gelassen in den Einsatz fliegen kann, wird dies mit den Tieren trainiert.
Im Ausbildungszentrum der BRH Rettungshundestaffel in Wilhelmshaven erhielten die Hundeführer vorab die theoretische Unterweisung, hier ging es um das richtige Verhalten am Hubschrauber, um Gefahrenbereiche, das korrekte Annähern an den Hubschrauber und die Kontaktaufnahme zum Piloten.
Am frühen Nachmittag trafen die Rettungshundeteams in Mariensiel ein. Nach einer kurzen Einweisung durch den Piloten folgte die Praxis am Hubschrauber. Begonnen wurde mit der Annäherung bei stehenden Rotoren. Auch das Ein- und Aussteigen wurde geübt.
Durch das Starten der Maschine wurde die Schwierigkeit erhöht. Die Teams übten nun die Annäherung und das Ein- und Aussteigen bei laufenden Rotoren. Hier zeigte der Ausbildungsstand der Hunde deutliche Unterschiede.
'Dies ist der eigentlich schwierigste Teil des Trainings, es riecht unangenehm, es ist sehr laut und die Ohren flattern im Wind. Sobald der Hund im Hubschrauber ist, ist der eigentliche Flug kein Problem. Keiner unserer Hunde wird durch die Übung gezwungen, alles läuft über positive Bestätigung, wenn es bei einem Hund absolut nicht geht, dann ist das eben so. Dieser Hund lernt erst mal auf Entfernung, mit der Situation umzugehen.', erklärt Ausbildungsleiter Heinz Bohn.
Mit viel Geduld von Führern und Helfern sowie einer Menge 'Leckerchen' waren dann aber alle Hunde bereit, unter den Rotorblättern zu laufen und in den Hubschrauber zu steigen.
