Sande - Schon jetzt ist richtig was los auf dem Sander Marktplatz: Zugmaschinen bringen Fahrgeschäfte und Buden an Ort und Stelle, zentimetergenau zirkeln die Fahrer die unhandlichen Anhänger an den richtigen Platz. Es wird gehämmert und gebohrt, Flächen werden mit Hilfe von Holzkeilen exakt ausgerichtet, überall geschäftiges Treiben, damit an diesem Freitag zur Eröffnung des Sander Marktes alles fix und fertig ist.
„Die Stimmung ist richtig gut, endlich geht es wieder los, so wie wir es gewohnt sind“, erzählt Franz Langenscheidt, der ein Kinderkarussell betreibt. „Was wir machen, ist ja nicht nur ein Beruf, es ist unser Leben. Und das war zwei Jahre lang fast komplett eingestellt.“ Vertreter der Gemeinde, Marktvogt Matthias Lührs und Schausteller stellten am Mittwoch die 72. Auflage des Sander Marktes vor. Im vergangenen Jahr war Sande die große Ausnahme in der Pandemie: Der Markt hatte in abgespeckter Form und mit erheblichen Auflagen stattgefunden. „Außer in Sande konnten wir aber nirgendwo sonst so arbeiten“, berichtet Werner Wegener, der die Marktschänke „Alt Berlin“ betreibt.
Nun aber geht’s wieder in die Vollen: „Wir freuen uns mächtig auf den Markt, und in den vergangenen Wochen haben wir bei vielen anderen Märkten schon festgestellt, dass auch die Leute wieder heiß sind auf dieses Vergnügen“, sagte Jürgen Seelenhorst, Sprecher der Schausteller.
Mit dem „X-Flight“ kommt ein neues Fahrgeschäft nach Sande, das einen besonderen Nervenkitzel verspricht. Nach langer Pause gibt’s auch mal wieder einen Luftballonstand. Selbstverständlich darf der Auto-Scooter genauso wenig fehlen, wie etliche Fahrgeschäfte für die Jüngsten und viele süße und herzhafte Leckereien.
Insgesamt sind 25 Schausteller vertreten, berichtet Isabella Schmitt von der Gemeinde Sande. Besondere Anziehungspunkte des Festes: Livemusik und ein großer Flohmarkt.
Preise wie gewohnt
Wer beim Sander Markt zur Bratwurst mit Pommes greift, zahlt übrigens derzeit Preise wie gewohnt, berichtet Werner Wegener: „Noch geben wir die Preiserhöhungen nicht weiter, allerdings können wird das nicht mehr lange durchhalten.“
