Sande - Angerostete Absperrgitter, einen abgebrochenen Zementpfeiler, einen Einkaufskorb, der schon bessere Zeiten gesehen hat, und einige Fahrräder, die wohl in die Heimwerker-Reparatur müssen, bevor sie wieder auf die Straße können – das waren wohl die spektakulärsten Funde der Jugendfeuerwehr Sande, die am Freitagabend den „Ententeich“ in Sande Neufeld säuberte.

„Wir haben die Jugendwehr wegen Corona lange Zeit ruhen lassen müssen. Jetzt sind wir froh, dass es wieder losgeht. Diese Aktion bringt noch mal Abwechslung in den Übungsalltag, das gefällt allen gut“, sagte Ortsbrandmeister Jan Holst. Nach mehr als einem Jahr Pause hatten die Übungsdienste kurz vor den Sommerferien wieder begonnen – alles auf Abstand und mit Maske selbstverständlich.

Trotz Corona und vorangegangener Unruhe in der gesamten Ortswehr war es gelungen, einige Jugendliche aus der Jugendwehr mit 16 Jahren in die Einsatzabteilung einzugliedern. Die Lücken konnten bei der Jugend wieder geschlossen werden, derzeit ist von insgesamt 20 Plätzen nur noch einer frei.

Am Freitag, an der frischen Luft, konnten die Jugendlichen auch ohne Maske arbeiten, alle Betreuer und sogar einige Jugendliche sind bereits geimpft, die anderen waren getestet. Der stellvertretende Jugendwart Timo Semmler und fünf weitere Erwachsene leiteten die Jugendlichen an, die zum Teil mit Wathosen den „Ententeich“ abgingen. Der Teich ist eine beliebte Wasseranlage mit Springbrunnen in einem parkähnlichen Gelände, in dem leider oft auch alles Mögliche landet, was dort nicht hineingehört. „Ich bin gespannt, ob der Fernseher noch zutage kommt, der hier im Winter halb aus dem Eis ragte“, meinte eine Anwohnerin. Mit Hilfe einer Tragkraftspritze wurde zudem Wasser angesaugt und durch einen Jutesack geleitet, sodass sich dort grobe Teile fangen konnten, die dann ebenfalls entsorgt wurden. Eine ähnlich große Säuberungsaktion hatte es bereits vor einigen Jahren beim Frühjahrsputz der Kommunen gegeben.