SANDE - Die geplante Sanierung des kreiseigenen Sportplatzes beim Schulzentrum Sande bleibt weiter ein Streitpunkt in den Sander Ratsfraktionen. Wie berichtet, favorisieren die SPD sowie die Vereine, die den aus einer Granulat-Oberfläche bestehenden Platz nutzen, eine Sanierung als Kunstrasenplatz. Die Kosten dafür würden sich auf etwa 300 000 Euro belaufen.
Das ist dem Landkreis Friesland zu viel, denn der hat einen Sanierungsaufwand von lediglich 80 000 Euro festgestellt (die NWZ berichtete). Kunstrasen gäbe es nur, wenn sich die Gemeinde Sande an den Kosten beteiligen würde. Von 120 000 Euro ist die Rede.
Die Herrichtung der Sportanlage als Kunstrasenplatz wäre für „alle Sporttreibenden in Sande ein Segen“, sagte Dieter Günther (SPD). Sande solle die Gelegenheit beim Schopfe greifen. Auch Klaus Bünting vom Gemeindesportbund plädiert für Kunstrasen: „Der Unterhaltungsaufwand ist kleiner, die Verletzungsgefahr geringer, zudem könnten die Sportler den Platz das ganze Jahr nutzen.“
Dieser Argumentation mochten sich weder die CDU-Fraktion, noch die FDP in Sande anschließen: „Wenn der Landkreis seiner Verpflichtung zur Pflege des Platzes nachgekommen wäre, wären solche Begehrlichkeiten gar nicht erst entstanden“, wies Christel Bohlen (CDU) die Ansinnen zurück, für Versäumnisse des Kreises nun die Gemeinde zur Kasse zu bitten. Sie verwies auf die Haushaltskonsolidierung: „Da können wir nicht 120 000 Euro verpulvern. Auch die Vereine müssen mal zurückstecken.“
Carsten Meyer (FDP) kritisierte, dass ein Kunstrasenplatz in erster Linie dem Fußball in Sande nütze – doch dafür gebe es bereits zwei geeignete Plätze in der Gemeinde. Sande habe auch Verpflichtungen den anderen Vereinen gegenüber.
Der Ausschuss einigte sich darauf, dass die Gemeinde sich grundsätzlich an den Kosten beteiligen wolle. Vor einem Beschluss müsse die Verwaltung mit dem Landkreis weitere Details besprechen.
