SANDE - Die älteren Bürger erinnern sich noch gut an die Zeit, als eine Bibliothek in Sande einen oder mehrere Räume umfasste, in denen vor allem eines herrschte: Ruhe. Möglichst leise wühlte man sich durch die Berge von Büchern, blätterte im Karteikasten-Katalog, falls man etwas nicht auf Anhieb fand und wurde böse angeschaut, wenn man die Stille kurz unterbrach. 'Die Zeit ist lange vorbei – abgesehen von Katalogen, die online zur Verfügung stehen, ist unsere Bibliothek längst zu einem Raum der Kommunikation geworden', sagt Einrichtungsleiterin Ilka Schultze. Und das soll sich künftig noch deutlicher zeigen.
Vor Kurzem hat Schultze ein Konzept für die Weiterentwicklung der Bibliothek in Sande als drittem Lebensraum neben dem Zuhause und der Arbeitsstelle entwickelt und bei der Kulturstiftung des Bundes eingereicht. Ziel ist es, am Förderprogramm 'hochdrei – Stadtbibliotheken verändern' teilzunehmen, damit verbunden ist eine Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro. Derzeit heißt es, Geduld zu bewahren und abzuwarten, denn erst Mitte Februar wird über die Zuwendungen entschieden.
