Sande - Der Bürgerverein Sande, das Regionale Umweltzentrum Schortens und die Gemeinde Sande erinnern an ihre gemeinsame Informationsveranstaltung „Bienengemeinde Sande – Was tun für Bienen, Schmetterlinge und Co.?“ am Donnerstag, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Sander Rathaus. Unter anderem gibt es Informationen zur Anlage von Blühflächen und zur richtigen Saatgutauswahl.
Die Lebensbedingungen von Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlingen, Käfern und Fliegen haben sich durch den Rückgang von Blühpflanzen dramatisch verändert. Nach einem vielerorts reichhaltigen Blütenangebot im Frühjahr mit Obst, Löwenzahn und Raps bricht die Nahrungsversorgung für die Blütenbesucher Ende Mai/Anfang Juni meist schlagartig zusammen. Zudem schwächt der Einsatz von Chemikalien die Honigbiene sowie viele andere Arten Blüten bestäubender Insekten.
Ein meist ungenutztes Nahrungspotenzial liegt nach Ansicht von Referent Helmut Gerken in den Gärten und Parks, in den öffentlichen Grünflächen und den Privatgärten. Dort herrschen Kurzschnittrasen und gefüllte Blütenstände vor. Diese Flächen bergen jedoch ein großes Aufwertungspotenzial für Blüten besuchende Insekten.
Als Imker engagiert sich Gerken neben der Bienenzucht auch ehrenamtlich im bundesweiten Netzwerk Blühende Landschaften zum Thema Bienenweide und wird über seine Erfahrungen berichten.
Worauf zu achten ist, um einen echten Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt zu leisten, stellt Dr. Dierk Kunzmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Firma Saaten-Zeller, in seinem Vortrag dar. Durch Anlage und Aussaat von blütenreichen Wiesen, Feldrainen und Bienenweiden (Kompensationen, Parks, Friedhöfe, Streuobstwiesen, Gärten, Wegränder) könne viel getan werden.
Es werden Tipps für die praktische Anlage einer „Wiese“ oder eines bunten Randstreifens gegeben. Im Anschluss an die Vorträge ist Zeit für Fragen und Diskussion.
