Sande - Die Warnung vor Blaualgen in Badegewässern gehört im Sommer schon zu den sich wiederholenden Ereignissen, mit denen fest zu rechnen ist. Ernst nehmen sollte man sie dennoch. Aktuell empfiehlt das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland, das Baden im Sander See zu vermeiden, da in dem Gewässer ein stärkeres Aufkommen von Blaualgen (Cyanobakterien) nachgewiesen wurde.
Die Wasserqualität der Badestellen wird in der Badesaison vom Gesundheitsamt des Landkreises Friesland regelmäßig alle 14 Tage kontrolliert, zusätzlich erfolgen Sichtproben. Das Ergebnis der Wasserprobe vom Mittwoch lag am Freitag vor und zeigt laut Kreissprecherin Nicola Karmires eine stärkere Konzentration an Blaualgen, sodass hier nur auf eigene Gefahr gebadet werden kann, Hinweisschilder vor Ort informieren über die Belastung des Wassers.
Blaualgen befinden sich in geringer Konzentration in nahezu jedem Gewässer. Bei anhaltend warmen Temperaturen kann ihr Vorkommen schnell ansteigen – eine sichtbare sogenannte Massenentwicklung ist dann möglich. Diese ist erkennbar an einer deutlich grünlichen Trübung des Wassers. Eine starke Algenblüte zeigt sich in Form von grünen oder rahmartigen Schlieren auf dem Wasser. Bei Kontakt können Blaualgen Hautreizungen verursachen, ein Verschlucken kann zu Übelkeit führen. Auch Hunde sollten im Wasser nicht baden oder dieses trinken. Treten Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Hautreizungen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, rät das Gesundheitsamt.
Die Massenansammlungen von Blaualgen sind allerdings auch sehr wind- und wetterabhängig und können sich innerhalb weniger Tage, zum Beispiel auch bei Temperaturänderung oder Regen, wieder auflösen.
