Sande - Bei der Bürgermeisterwahl in Sande kommt es zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Stephan Eiklenborg (parteilos) und Herausforderin Annika Ramke (SPD). Die anderen beiden Kandidaten Hans-Joachim Vogt (CDU) und Herbert Clemens (parteiloser Einzelbewerber) sind „aus dem Rennen“. Mit einer Stichwahl – Termin: Sonntag, 26. September, mit der Bundestagswahl – haben alle vier Kandidaten gerechnet. Bei vier Bewerbern sei das zu erwarten gewesen, so der Tenor.

Bürgermeister Eiklenborg äußerte sich zufrieden mit seinem Wahlergebnis, zumal er mit dem besseren Stimmenergebnis in die Stichwahl gehen könne. Die Wähler hätten seine klaren Aussagen honoriert. Die Versprechungen, die von anderer Seite gemacht worden seien, hätten hingegen nicht verfangen.

Zufrieden mit ihrem Ergebnis ist auch Annika Ramke. „Nun machen wir noch zwei Wochen weiter – und dann werden wir sehen“, sagte die 42-Jährige.

Von Vornherein hatten Hans-Joachim Vogt und Herbert Clemens nicht auf einen Wahlsieg gehofft – zufrieden sind sie dennoch. „Annika Ramke hat deutlich verloren“, sagte Clemens (64); dazu habe auch er beigetragen, denn: „ich habe 9 Prozent aus dem Nichts geholt.“

Dafür, dass er spät angetreten sei und einen minimalistischen Wahlkampf geführt habe, habe er ein gutes Ergebnis erzielt, sagte Vogt. „Ich habe durch meine Kandidatur Demokratie erzeugt“ – und gewaltige Unruhe in der SPD ausgelöst, sagte der 65-Jährige.

Jörg Grabhorn
Jörg Grabhorn Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt