Sande - Der elektronische Transponder ist kaum größer als eine Zwei-Euro-Münze und passt bequem an jeden Schlüsselbund. Dieser kleine Chip gewährt den Zugang zu der neuen Fahrrad-Abstellanlage am Sander Bahnhof. Insgesamt 38 Plätze „unter Verschluss“ und überdacht sind hier zu haben, ab sofort können entsprechende Mietverhältnisse mit der Gemeinde Sande abgeschlossen werden.
Das interessierte auch Karl-Heinz Fischer und Ludger Spechtel, begeisterte Radfahrer, die die Anlage gleich in Augenschein nahmen. Für nur fünf Euro kann der Drahtesel einen ganzen Monat lang sicher in der Abstellanlage untergebracht werden, die Räder sind rund um die Uhr für Berechtigte erreichbar.
Platzmiete fünf Euro
Neben den 38 verschlossenen und kostenpflichtigen Plätzen sind weitere 19 Plätze ohne Sicherung frei zugänglich. Die Mindestmietzeit in der Anlage beträgt einen Monat, möglich ist aber auch, gleich für ein halbes Jahr zu mieten. Länger allerdings zunächst noch nicht, denn nach sechs Monaten soll erst einmal Bilanz gezogen werden. „Wir werden dann abwägen, ob alles so bleibt oder ob angepasst werden muss, wenn zum Beispiel verstärkt kürzere Mietzeiten nachgefragt werden“, erklärt Tobias Hartmann von der Gemeinde Sande, bei dem die Verträge abgeschlossen werden.
Für die Transponder wird eine Kaution von 40 Euro erhoben, die bei der Rückgabe erstattet werden. Sollte der Chip verloren gehen, muss das zügig gemeldet werden, dann wird er gesperrt, sodass die Anlage nicht für Unbefugte zugänglich wird. Der Betroffene erhält einen neuen Chip – für den dann allerdings wieder 40 Euro als Pfand fällig sind.
38 000 Euro vom Bund
Die Idee für die Abstellanlage wurde vor rund zwei Jahren vom Ratsherrn Frank David eingebracht. Durch den Wegfall des Bahnhaltepunktes in Sanderbusch hat der Radverkehr zugenommen, zudem werden die Fahrräder immer hochwertiger. Deshalb ist die Nachfrage nach sicheren Abstellmöglichkeiten groß.
Viele Mitarbeiter am Nordwest-Krankenhaus kämen per Bahn an und bewältigten die Reststrecke mit dem Rad, sagte Frank David. Deshalb rechnet er auch damit, dass die 38 Plätze nicht ausreichen werden, Möglichkeiten zur Erweiterung seien aber vorhanden, berichtete Simone Woyke vom technischen Bauamt der Gemeinde. Die Fahrrad-Abstellanlage hat rund 70 000 Euro gekostet, 38 000 Euro gab’s über ein Förderprogramm des Bundes als Zuschuss. Nun hoffe man auf gute Erfahrungen, Vandalismus und Diebstählen sollte vorgebeugt sein, sagte Bürgermeister Stephan Eiklenborg.
Eine Ladestation für E-Bikes gibt es in der Anlage allerdings nicht. Bei vermehrter Nachfrage werde man das aber nachrüsten, versprach der Bürgermeister. Wer Interesse an einem Platz hat, kann sich bei der Gemeinde Sande unter
