Sande - „Sande ist super. Hier habe ich mich richtig wohlgefühlt, viele Freunde gewonnen und gute Kontakte zur Gemeindeverwaltung und zum Wirtschaftsförderungsverein gepflegt. Doch am wichtigsten war mir das partnerschaftliche Verhältnis zu meinen Kunden und Mitarbeitern sowie das freundschaftliche Miteinander zur Ammerländer Bäckerei Schulze-Mühlenfeld, die einen Verkauf unter demselben Dach betreibt.“
Wer das sagt? Johannes Brockhage (67), der Ende Dezember nach 16 Jahren seinen Edeka-Supermarkt am Marktplatz, den Getränkemarkt und die Postfiliale aufgibt und in den Ruhestand geht. 52 Jahre Berufsleben sind genug, ist er überzeugt. Der in Steinhausen wohnende Kaufmann betrieb seit 2002 auch Edeka-Supermärkte in Obenstrohe und seit acht Jahren in der Wilhelmshavener Zedeliusstraße. In Obenstrohe lief der Pachtvertrag aus und für Heppens fand er einen Nachfolger. In Sande startet am 2. Januar Jannis Behrens aus Wilhelmshaven, der das Geschäft und alle 50 Mitarbeiter übernimmt. Er ist Neueinsteiger, war aber bisher schon im Edeka-Foodservice in Wilhelmshaven tätig.
Eine Nachfolge innerhalb der Familie sei nicht möglich gewesen, sagte Brockhage. Seine Tochter arbeitet im Einkauf von Edeka Hamburg und sein Sohn ist Informatiker bei Europas größtem Fotodienstleister in Oldenburg.
Der künftige Ruheständler lernte einst in Quakenbrück das Bäckerhandwerk, wurde 1975 Meister und war später 25 Jahre als Filialleiter und Bezirksleiter des Discounters Plus beschäftigt, ehe er in Oldenburg zu Edeka wechselte.
In Sande unterstützte er als Sponsor den TuS Cäciliengroden, die Fußballerinnen vom FC Rot-Weiß Sande, die „Jadehaie“ des ECW Sande und die Handballer des Wilhelmshavener HV. Daneben engagierte er sich für ein Afrika-Kinderhilfeprojekt der deutschen Hermann-Ehlers-Stiftung in Kenia.
Am Silvesternachmittag werden 40 Mitarbeiter zur Inventur in Sande antreten. Wenn alles geschafft ist, hat Johannes Brockhage mehr Zeit für sportliche Aktivitäten. Nach Tischtennis wurden Tennis und auch Golf für den Linkshänder zu Hobbys.
