Sande - Die Umgestaltung der Sander Ortsmitte sollte eigentlich bereits im November vergangenen Jahres beginnen und längst fertig sein. Doch bei der Baufirma kam es zu Verzögerungen, später spielte das Wetter nicht mit. Jetzt aber ging es endlich los, die ersten Wege im Außengelände des Rathauses sind bereits zu erkennen.

Rund 180 000 Euro kosten die Veränderungen, die allerdings durch das Förderprogramm zur Dorferneuerung bezuschusst werden, sodass Sande unterm Strich mit nur 47 000 Euro belastet wird.

Bereits im November wurde die Zuwegung zum Rathaus neu angelegt und die Skulpturen des Wilhelmshavener Künstlers Hartmut Wiesner neu platziert. Die sieben Figuren, die ein buntes Bild der Bevölkerung zeigen, standen zuvor beim Bürgerhaus, das mittlerweile dem Rossmann-Neubau gewichen ist. Nun wurden sie in Abstimmung mit dem Künstler am Weg in Richtung Rathaus neu arrangiert und sollen ein Blickfang für Besucher werden. Das Außengelände vor dem Rathaus, bisher lediglich eine Grünfläche mit einem bestimmenden Baum, soll nun zum öffentlichen Garten umgestaltet werden, der zum Verweilen einlädt. Hierzu werden weitere Bäume gepflanzt, Wege angelegt und es sind Sitz- und Liegebänke vorgesehen, außerdem Spielgeräte für Kinder.

Überhaupt soll die Ortsmitte zwischen den beiden Einmündungen der Straße „Am Markt“ mehr als solche gekennzeichnet sein, der Marktplatz und der Rathausvorplatz sollen optisch zusammenrücken. Das will man unter anderem durch eine farbliche Gestaltung erreichen, so soll die zwischen den beiden Plätzen verlaufende Hauptstraße durch roten Asphalt gekennzeichnet werden.

Dabei soll es eine Erprobungsphase geben: In den ersten Wochen wird lediglich der Asphalt aufgebracht, sonst keine Veränderungen vorgenommen, danach wird dort Tempo 30 gekennzeichnet sein. Das Tempolimit ist zeitlich begrenzt, wahrscheinlich von montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr. „Es gibt Studien, die belegen, dass diese Einschränkungen auf die Zeit, wenn wirklich viel los ist, die Akzeptanz und Aufmerksamkeit erhöhen“, erklärte Klaus Oltmann im Straßenausschuss. Die Erprobungsphase soll ein Jahr erfolgen, dann will man eine Auswertung vornehmen (Verhalten der Verkehrsteilnehmer mit und ohne Tempolimit, Verkehrsfluss, Unfallzahlen).