Sande - Inmitten aller aktuellen Meldungen über Lebensmittelskandale gibt es auch positive Kunde aus dem produzierenden Gewerbe der Landwirtschaft: Das Landwirtsehepaar Margret und Jacob Gerdes aus dem Sillandweg 11 gehörte im Jahr 2012 zu den besten 16 Milch erzeugenden Betrieben in Niedersachsen. Nach einer Würdigung durch den damaligen Niedersächsischen Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Gert Lindemann, im Herbst vergangenen Jahres bei einer Festveranstaltung in Bad Zwischenahn überbrachten Vertreter der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen gestern ein repräsentatives Hofschild, das nun neben zahlreichen anderen Auszeichnungen der vergangenen zwei Jahrzehnte am Stall des Hofes über den großen Erfolg informiert. Die Familie Gerdes gehört mit dem Milchlandpreis Goldene Olga nach Management-, Qualitäts- und Leistungsniveau nachweislich zu den Toplieferanten für Milch in Niedersachsen.

Ehrengäste aus Politik und Verbänden stellten in ihren Ansprachen die unternehmerische Leistung der Familie Gerdes und deren Bemühen um ein vorbildlich hohes Qualitätsniveau in der Milcherzeugung heraus.

Jacob Gerdes hieß sie willkommen und informierte über den von ihm seit 33 Jahren bewirtschafteten Betrieb, der 92 Hektar groß und von Graf von Wedel gepachtet ist. Zwar müsse die Wirtschaftlichkeit gewahrt werden, doch das Wohl seiner 240 Tiere, von denen 120 Milchkühe sind, stelle er über finanzielle Interessen, sagte er. Er habe sich mit rund 200 anderen Milcherzeugern in Niedersachsen am Wettbewerb beteiligt, weil er von der Qualität seiner Milch überzeugt gewesen ist. Der Preis sei eine Bestätigung seiner Arbeit und die seiner Frau, zweier Angestellter und seiner 80-jährigen Mutter, die täglich von Neustadtgödens komme, um auf dem Hof zu helfen. Wir ziehen das hier gemeinsam durch, schloss er seine Rede.

Herbert Heyen (Friedeburg), zweiter Vorsitzender der Landesvereinigung Milchwirtschaft, sagte, die Goldene Olga werde jährlich unter rund 10 000 Milcherzeugern ausgeschrieben. Nach einer Vorauswahl prüfe eine Kommission vor Ort die Rohmilchqualität, die verantwortungsbewusste Betriebsführung und die Nachhaltigkeit der Erzeuger.