Sande - Gebraucht, aber noch gut „in Schuss“ und daher zu schade zum Wegwerfen – das gilt für die alten Tische und Stühle der Grundschule Sande. Einige wenige Garnituren hat Schulleiterin Susanne Tapken an Eltern vermitteln können, aber die meisten der 160 bis 170 Tische und Stühle blieben stehen – bis gestern: Zwei Helfer der Bibel-Mission haben sie abgeholt.
Alte Schul-Möbel im Internet inseriert
In einer Kleinanzeige auf einem Internet-Portal hatte Susanne Tapken die Schul-Möbel kostenlos zum Abholen angeboten. Die Bibel-Mission aus Niedernberg im Kreis Miltenberg (Bayern) zeigte Interesse. Gestern fuhren Wilhelm Kowalski und Daniel Springer, Helfer des Missionswerkes, mit einem Möbelwagen bei der Grundschule vor, um die Schulmöbel einzuladen.
In Partnerländern des Missionswerkes kommen sie wieder zur Verwendung – vielleicht in Rumänien oder Bulgarien, vielleicht auch in ehemaligen Sowjetrepubliken wie Belarus, Kirgistan oder Tadschikistan. „Die Kinder finden das toll, dass auf ihren Stühlen bald Kinder vielleicht in Rumänien sitzen und lernen“, erzählt Susanne Tapken.
Schul-Mobiliar ist bis zu 28 Jahre alt
Die Tische und Stühle der Grundschüler – und auch einige Lehrer-Tische – sind 25 bis 28 Jahre alt. In den vergangenen Jahren hatte die Gemeinde der Grundschule nach und nach neue Möbel für insgesamt rund 60 000 Euro „spendiert“. Insgesamt 220 Tisch-Stuhl-Garnituren wurden angeschafft, um alle Räume zu bestücken.
Die Grundschulen Neustadtgödens und Cäciliengroden hatten zuvor bereits neue Schulmöbel erhalten, sagt Fachbereichsleiterin Nicole Stamer.
Das beste an den neuen Garnituren: Sie sind verstellbar und wachsen mit. So haben die Stühle vorn einen Tritt, der je nach Größe der Kinder in der Höhe verstellt werden kann.
Und: Alle Schulen wurden mit den Sitz-Garnituren des selben Herstellers ausgestattet. Sollten sich nennenswerte Veränderungen bei den Schülerzahlen ergeben, könnte die Gemeinde rasch reagieren.
