SANDE - Die Gemeinde Sande will die Regeln zum Ausbringen von Gülle lockern. Die Verwaltung legte im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Rates am Dienstagabend eine Neufassung der 'Verordnung gegen Geruchsbelästigung durch Ausbringen von Flüssigmist (Gülle)' vor, mit der es möglich werden soll, künftig geringere Abstände zur Wohnbebauung einzuhalten sowie häufiger Gülle auf die Flächen zu bringen.
Die bestehende Verordnung stammt aus dem Jahr 1986. Seitdem sei die Geruchsbelastung beim Gülleausbringen enorm zurückgegangen, weil neue Techniken angewendet würden, erklärte Hans-Hermann Tramann von der Verwaltung. Dem soll eine neue Regelung Rechnung tragen. Die neue Technik werde zudem bald (im Jahr 2025) vorgeschrieben. Eine bundeseinheitliche Düngeverordnung regele die auszubringenden Mengen genau, kein Landwirt dürfe mehr mit dem Drehteller nach eigenem Gutdünken den Mist verteilen, fügte Tramann hinzu.
